Kurpark verliert zwei prägende Bäume
Ostseebad Kellenhusen. Ein Urlauber, von Beruf Baumgutachter, brachte es ans Tageslicht: Er stellte bei einem Besuch in Kellenhusen gefährlichen Pilzbefall bei zwei prägenden Bäumen im Kurpark fest. Er informierte umgehend die Tourist-Information über seine Beobachtung, die alles weitere umgehend in Wege leitete. Nach einer fachkundigen Überprüfung stand schnell fest, dass eine Rotbuche und eine große Sandbirke nicht mehr zu retten sein werden.
Beide Bäume sind von einem gefräßigen Pilz befallen und teilweise bereits hohl. Von außen wirken sie noch beeindruckend und stehen in vollem Laub. Der Befall im Inneren ist jedoch so weit fortgeschritten, dass sie sich davon nicht mehr erholen werden. Bei der Rotbuche wird die Krone zunächst deutlich zurückgeschnitten. Dadurch bleibt der Baum voraussichtlich noch einige wenige Jahre standsicher, muss dann aber entfernt werden. Die größte Birke des Kurparks muss vollständig abgenommen werden.
Die Gemeinde und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein UNB haben die erforderliche Fällgenehmigung auf Basis der Ausnahmeregelungen der Kellenhusener Baumschutzsatzung und des Bundesnaturschutzgesetzes bereits erteilt. Da der Verfall der Bäume bereits weit fortgeschritten und Gefahr im Verzuge ist, wäre ein Abwarten bis zum Herbst – auch aufgrund des in diesem Sommer stürmischen Wetters – nicht zu verantworten.
Die Arbeiten sind bereits beauftragt und sollen voraussichtlich bis zum 7. August abgeschlossen sein. „Es ist sehr schade um die Bäume, die unseren kleinen Kurpark seit vielen Jahren prägen und Schatten spenden“, bedauert Tourismusleiter Raymond Kiesbye. „Aber wenn es keine Standsicherheit mehr gibt, muss die Säge ran.“ Als Ersatz werden mehrere Bäume nachgepflanzt, verspricht Kiesbye. (red)

