Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale eingeweiht
Lensahn. Der Kreis Ostholstein hat am 2. Oktober die Einweihung des Neubaus der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Lensahn gefeiert. Auf einer Bruttogrundfläche von rund 2.235 Quadratmetern sind moderne und funktionale Räumlichkeiten entstanden, die sowohl der FTZ als auch dem Kreisfeuerwehrverband und dem Katastrophenschutz zugutekommen. Mit der Einweihung wurden zugleich die neue Brandübungsanlage und die Atemschutzübungsstrecke offiziell in Betrieb genommen. Damit stehen den Feuerwehren im Kreis weitere Möglichkeiten für eine realitätsnahe Ausbildung zur Verfügung.
„Denn wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt, sehen wir die Fahrzeuge und die Einsatzkräfte. Wir sehen aber nicht, was alles vorher passieren muss, damit diese Menschen ihren Einsatz leisten können. Hier in der FTZ wird genau dafür gearbeitet. Hier werden Geräte geprüft und gewartet. Atemschutztechnik wird vorbereitet, Schläuche werden gepflegt, Material wird vorgehalten. Und hier werden Feuerwehrleute ausgebildet - Menschen, die Verantwortung übernehmen, oft unter schwierigen und manchmal auch gefährlichen Bedingungen. Und genau deshalb freue ich mich besonders, dass wir heute nicht nur ein neues Gebäude einweihen, sondern auch die Möglichkeiten für eine realitätsnahe Ausbildung erweitern“, so Landrat Timo Gaarz in seinem Grußwort.
Mit dem Beschluss des Kreistages im Jahr 2019 wurden die Weichen für den Neubau gestellt. Im Februar 2023 wurde die Baugenehmigung erteilt. Im April 2024 konnte schließlich das Richtfest gefeiert werden. Während der weiteren Bauphase kam es unter anderem durch Vandalismus und Diebstahl auf der Baustelle zu zusätzlichen Herausforderungen. Teilweise mussten bereits fertiggestellte Bauleistungen wiederholt werden. Beim Energiekonzept wurde auf zukunftsfähige Lösungen gesetzt. Der Neubau wurde nach dem KfW-/BEG-40-Standard errichtet und verfügt über eine Luft-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie ein Gründach.
Der Neubau erstreckt sich über zwei Stockwerke: Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Fahrzeughallen, Pumpenprüf- und Waschhalle, Einsatzwagenprüfhalle, Hydraulikwerkstatt, Schweißwerkstatt, Lagerräume für Einsatzmaterialien und Gefahrstoffen sowie Umkleiden. Das Obergeschoss bietet Räume für Büros, Seminar- und Schulungsräume und eine Küche.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Erweiterungsbaus liegt zudem in der nachhaltigen Verbesserung der Ausbildungsbedingungen. Die Feuerwehren im Kreis Ostholstein mit mehr als 128 Einheiten und über 3.900 aktiven Mitgliedern können die neuen multifunktionalen Schulungs- und Seminarräume für unterschiedliche Aus- und Fortbildungsangebote nutzen. Dazu gehören unter anderem Atemschutzlehrgänge, Maschinistenausbildungen, technische Speziallehrgänge, Führungs- und Einsatzleitungsausbildungen. Neben den neuen Schulungs- und Seminarräumen stehen dafür auch die neue Brandübungsanlage und die Atemschutzübungsstrecke zur Verfügung. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Einsatzsituationen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. (red)

