Reinhard Sager mit Verdienstorden des Landes ausgezeichnet

Marlies Henke 13
Verleihung des Landesverdienstordens an (v.lks.) Hans-Jakob Tiessen, Reinhard Sager, Prof. Dr. Ilka Parchmann, Prof. Dr. Katja Matthes und Dr. Christian Kuhnt durch Ministerpräsident Daniel Günther.

Verleihung des Landesverdienstordens an (v.lks.) Hans-Jakob Tiessen, Reinhard Sager, Prof. Dr. Ilka Parchmann, Prof. Dr. Katja Matthes und Dr. Christian Kuhnt durch Ministerpräsident Daniel Günther.

Bild: Frank Peter

Kiel. Eine besondere Auszeichnung für Reinhard Sager: Der ehemalige Landrat des Kreises Ostholstein ist mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein geehrt worden. Ministerpräsident Daniel Günther zeichnete den Scharbeutzer gemeinsam mit vier weiteren Persönlichkeiten anlässlich des 80. Landesgeburtstags des Landes aus.

Sager habe sich über mehr als 40 Jahre große Verdienste in der Kommunalpolitik erworben, heißt es in der Laudatio. Seine politische Laufbahn begann in den 1980er-Jahren als Gemeindevertreter in Grömitz. Später gehörte er dem Kreistag Ostholstein und dem Schleswig-Holsteinischen Landtag an. Von 2001 bis 2023 war Sager erster direkt gewählter Landrat des Kreises Ostholstein.

In dieser Zeit prägte er den Kreis über zwei Jahrzehnte. Er ordnete unter anderem die Schulentwicklungsplanung neu, setzte sich für die Sicherung der Krankenhausversorgung ein und begleitete die Fusion der Sparkassen zur heutigen Sparkasse Holstein.

Auch über Ostholstein hinaus war Sager in Spitzenfunktionen der kommunalen Selbstverwaltung aktiv. Als Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages und später als Präsident des Deutschen Landkreistages setzte er sich für die Interessen der Landkreise ein und beriet Politik und Verwaltung bei der Vorbereitung und Umsetzung neuer Gesetze und Regelungen.

Besonders gefordert waren die Kreise während seiner Amtszeit durch große Krisen. Dazu gehörten die Corona-Pandemie, die Aufnahme und Betreuung zahlreicher Geflüchteter während der Flüchtlingskrise 2015/2016 sowie die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine ab 2022.

Neben Sager wurden Christian Kuhnt, Intendant des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, Katja Matthes, Direktorin des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, Ilka Parchmann vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik sowie der frühere Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, Hans-Jakob Tiessen, ausgezeichnet.

Der Verdienstorden des Landes wird seit 2008 verliehen. Er ging aus der Schleswig-Holstein-Medaille hervor und würdigt vor allem herausragende Leistungen mit landesweiter Bedeutung. Wegen des hohen Ranges der Auszeichnung soll die Zahl der lebenden Ordensträger auf höchstens 500 begrenzt bleiben. (he/red)