Süsels Kleinod erstrahlt in neuem Glanz - Feierlicher Abschluss der Sanierungsmaßnahmen der Sankt-Laurentius-Kirche zu Süsel

Gesche Muchow 70

Süsel. Die lange Zeit des Wartens ist vorbei, die Sankt-Laurentius-Kirche erstrahlt wieder in neuem Glanz. Bereits 2017 hatte die umfassende Sanierung begonnen, nun konnte sie endlich abgeschlossen werden. Am Ostersonntag, passend zum Fest der Auferstehung, öffneten sich die Türen für einen festlichen Gottesdienst und die feierliche Wiedereinweihung nach Jahren intensiver Arbeiten.

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu erleben. Unter ihnen auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU), der sich gemeinsam mit seiner Kollegin Bettina Hagedorn (SPD) in Berlin für das Sanierungsprojekt und die Einwerbung von Fördermitteln stark gemacht hatte.

Neben den offiziellen Gästen begrüßte das Pastorenteam die vielen Menschen aus der Gemeinde, die alle einen großen Anteil an den Arbeiten gehabt haben.

„Stein um Stein, Balken um Balken und Ziegel um Ziegel wurde geprüft und saniert und nun ist das große Werk endlich geschafft“, freute sich Pastorin Kristina Warnemünde, die gemeinsam mit Pastor Matthias-R. Hieber und Pröpstin Christine Halisch den Gottesdienst gestaltete. „Jeder verbindet eigenes mit dieser Kirche. Schönes, Fragendes, Zagendes, Trauriges und Fröhliches. Für alle ist dies aber nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein wichtiges Stück gelebte Gemeinschaft“, bekräftigte Pastor Hieber. Dies zeige nicht zuletzt der Umstand, dass sich so viele Menschen für die Sanierung und den damit verbundenen Erhalt der Kirche eingesetzt haben.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden eingeladen, anzustoßen und sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken.

Sanierung in Zahlen und Maßnahmen

Die Sankt-Laurentius-Kirche in Süsel wurde in mehreren Bauabschnitten umfassend saniert, um die historische Substanz langfristig zu sichern. Anlass waren teils erhebliche Schäden an tragenden Bauteilen.

Im Fokus der Arbeiten standen vor allem der Kirchturm und das Kirchenschiff. Beschädigte Holztragwerke im Turm wurden erneuert, marode Dielen ersetzt und statische Verbindungen zum Mauerwerk stabilisiert. Zudem entstand ein neuer Glockenstuhl, sodass das vollständige Geläut künftig wieder möglich ist.

Auch Dachstuhl und Feldsteinwände wurden aufwendig instandgesetzt, um die Standfestigkeit der über 800 Jahre alten Kirche dauerhaft zu gewährleisten und weitere Schäden zu verhindern. Parallel dazu wurden historische Elemente gesichert und denkmalgerecht restauriert.

Die Gesamtkosten der Sanierung beliefen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Finanziert wurde das Projekt zur Hälfte durch Bundesmittel, zu etwa 35 Prozent durch den Kirchenkreis und zu rund 15 Prozent durch die Kirchengemeinde. Ein Förderverein unterstützte die Arbeiten zusätzlich mit Spenden. (gm)