Vorsicht vor Trickdieben und Haustürbetrügern

Kristina Kolbe 12

Bild: Hfr

Ostholstein. Trickdiebe geben sich häufig als Handwerker, Paketboten, Mitarbeitende der Stadtwerke oder Behörden aus. Unter Vorwänden wie einem angeblichen Wasserrohrbruch, der Bitte um ein Glas Wasser oder die Nutzung der Toilette versuchen sie, in die Wohnung zu gelangen. Während eine Person die Bewohner ablenkt, kann eine zweite unbemerkt nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen suchen.

Haustürbetrüger, bieten spontane Handwerkerleistungen an, drängen zu Spenden oder Abonnements oder versprechen vermeintliche Gewinne. Teilweise werfen sie auch Benachrichtigungen in Briefkästen und fordern die Empfänger auf, eine kostenpflichtige Telefonnummer anzurufen. Die Polizei empfiehlt, unbekannte Besucher zunächst durch Türspion oder Fenster zu prüfen und die Tür nur mit vorgelegtem Sperrriegel zu öffnen. Fremde sollten nur eingelassen werden, wenn ihre Identität zweifelsfrei feststeht. Im Zweifel sollten Ausweise verlangt und die angegebene Firma oder Behörde über eine selbst recherchierte Telefonnummer kontaktiert werden. Handwerker sollten nur dann in die Wohnung gelassen werden, wenn sie selbst bestellt wurden oder von der Hausverwaltung angekündigt sind. Ebenso gilt: Kein Geld an der Haustür wechseln, keine Unterschriften unter Zeitdruck leisten und keine Barzahlungen an unbekannte Verkäufer oder Handwerker vornehmen.

Bei Haustürgeschäften rät die Polizei, sich nicht zu Spontankäufen drängen zu lassen. Verträge sollten erst nach sorgfältiger Prüfung unterschrieben werden. Verbraucher haben bei vielen Haustürgeschäften ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen.

Wer den Verdacht hat, Opfer eines Betrugsversuchs geworden zu sein oder sich durch aufdringliche Besucher bedroht fühlt, sollte die Polizei verständigen. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden bundesweit im Jahr 2025 insgesamt 681.354 Betrugsfälle registriert. Die Aufklärungsquote lag bei 60 Prozent. (red)