Wanderausstellung in der Stadtkirche

reporter Neustadt Neu

Bild: hfr

Neustadt in Holstein. Bis zum 9. Mai kann die Wanderausstellung „Cap Arcona. Erinnern an ein Verbrechen“ in der Neustädter Stadtkirche zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Sie ist eine Ergänzung zu den kommenden Gedenktagen rund um die Bombardierung der Häftlingsschiffe in der Neustädter Bucht am 3.Mai 1945.

Die Wanderausstellung „Cap Arcona. Erinnern an ein Verbrechen“ thematisiert die Versenkung der Häftlingsflotte um die „Cap Arcona“ sowie die Morde an Häftlingen des Konzentrationslagers Stutthof am Strand zwischen Neustadt und Pelzerhaken am 3. Mai 1945. Neben diesen Ereignissen werden sowohl die Ursachen der Katastrophe als auch die Erinnerungskultur in Neustadt dargestellt.

 

In den Morgenstunden des 3. Mai 1945 strandeten zwei Schiffe mit Frauen, Männern und Kindern aus dem KZ Stutthof. Die Gefangenen mussten vom Strand zum Neustädter Marinegelände marschieren. Dabei wurden Hunderte von ihnen von Nationalsozialisten erschossen. Auf der Ostsee wurden am frühen Nachmittag des 3. Mai 1945 die Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ von britischen Jagdflugzeugen angegriffen. Dabei starben rund 7.000 KZ-Häftlinge. Die Piloten wussten nicht, dass sich tausende KZ-Häftlinge an Bord befanden.

 

Die Wanderausstellung ist 2020 in Kooperation zwischen Wilhelm Lange, dem ehemaligen Leiter des Museums Cap Arcona, und Schülerinnen und Schülern aller Neustädter Schulen entstanden. Das Bundesprojekt „Demokratie leben!“ und das Kinder- und Jugendnetzwerk Neustadt waren bei der Umsetzung beteiligt.

Die Ausstellung dokumentiert auf 17 Aufstellern die Ereignisse in deutscher und englischer Sprache. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und wird gegen Leihgebühr vom Museum Cap Arcona verliehen. (red)