Wohin geht die Reise nach dem Schulabschluss?
Für viele Jugendliche beginnt nach dem Ende der allgemeinbildenden Schule eine neue Lebensphase, sei es mit einer Berufsausbildung, dem Besuch weiterführender Schulen, dem Studium oder Übergangsangeboten. Die integrierte Ausbildungsberichterstattung (iABE) des Statistischen Bundesamtes macht deutlich, wie sich junge Menschen in Deutschland nach dem Schulabschluss verteilen. Die aktuellen Daten zeigen, dass der größte Teil der Schulabgänger weiterhin eine vollqualifizierende Berufsausbildung anstrebt, sowohl dual in Betrieb und Berufsschule als auch in schulischen Ausbildungsformen. Rund ein Drittel der jungen Menschen beginnt auf diesem Weg und sichert sich damit eine anerkannte berufliche Qualifikation. Parallel dazu geht ein großer Anteil der Jugendlichen auf weiterführende Schulen, um die Hochschulzugangsberechtigung zu erwerben. Ein Viertel bis rund ein Drittel der jungen Menschen nutzt den Weg über allgemeine oder berufliche Schulen, um später ein Studium anzuschließen oder anderweitig höhere Abschlüsse zu erreichen. Auch der Übergangsbereich, also vorbereitende oder teilqualifizierende Angebote, die Jugendlichen den Einstieg in Ausbildung oder Beruf erleichtern sollen, bleibt ein wichtiger Bestandteil des Systems. In diesen Maßnahmen starten weiterhin viele junge Menschen, insbesondere dann, wenn ein direkter Einstieg in eine Ausbildung zunächst nicht gelingt.
Insgesamt ergibt sich aus der Statistik der Trend, dass sich die Wege nach der Schule diversifizieren: Zwar ist die klassische betriebliche Ausbildung weiterhin stark, aber immer mehr Jugendliche nutzen alternative oder ergänzende Bildungswege wie schulische Qualifikationen und Studiengänge. Das spiegelt wider, dass der Übergang von Schule in das Berufsleben heute nicht mehr eindimensional ist, sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten und Übergängen beinhaltet. (red)

