Zwischen Sicherheit, Wirtschaft und Europas Zukunft

Marco Gruemmer 117
Mit einem Präsentkorb bedankte sich Sebastian Schmidt (re.) bei Johann Wadephul.

Mit einem Präsentkorb bedankte sich Sebastian Schmidt (re.) bei Johann Wadephul.

Bild: Marco Grümmer

Ostseebad Grömitz. Rund 150 Gäste besuchten eine Veranstaltung mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in der Strandhalle Grömitz. Unter dem Titel „Deutschlands Rolle in der Welt – wie behaupten wir uns?“ sprach der CDU-Politiker über aktuelle außen- und sicherheitspolitische Entwicklungen, wirtschaftliche Herausforderungen und die Rolle Europas in der internationalen Politik.

Begrüßt wurde Wadephul vom ostholsteinischen CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Sebastian Schmidt, der den Gast zunächst persönlich vorstellte. Der gebürtige Husumer ist verheiratet, Vater von drei Kindern und seit 2025 Bundesaußenminister. In Grömitz nahm er allerdings nicht in seiner Funktion als Regierungsmitglied an der Veranstaltung teil, sondern als CDU-Kreisvorsitzender von Rendsburg-Eckernförde.

Im Mittelpunkt seines Vortrags standen die veränderte internationale Sicherheitslage und die damit verbundenen Herausforderungen für Deutschland. Wadephul erläuterte seine Einschätzungen zur Bedeutung diplomatischer Beziehungen, zur Verteidigungsfähigkeit und zur internationalen Zusammenarbeit. Dabei ging er auch auf die Frage ein, welche Rolle Deutschland bei der Wahrung internationaler Regeln und Vereinbarungen einnehmen könne.

Ein weiterer Schwerpunkt war die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Wadephul beschäftigte sich mit den Auswirkungen internationaler Beziehungen auf die deutsche Wirtschaft sowie mit der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes. In diesem Zusammenhang sprach er über Innovationen, neue Technologien und bürokratische Rahmenbedingungen. Auch die Bedeutung der Europäischen Union und die Zusammenarbeit der europäischen Staaten waren Themen seines Vortrags.

Im Anschluss hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen und verschiedene politische Themen anzusprechen. Dabei ging es unter anderem um Möglichkeiten zum Bürokratieabbau sowie um die Schwierigkeiten russischer Kriegsdienstverweigerer bei der Gewährung von Asyl in Deutschland.

Weitere Fragen betrafen den Umgang der CDU mit links- und rechtsextremistischen Parteien sowie die personelle Situation der Bundeswehr. In diesem Zusammenhang wurde auch thematisiert, wie Deutschland angesichts fehlender Soldaten seinen Verpflichtungen innerhalb der NATO nachkommen könne.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmern einen Einblick in die Einschätzungen und Positionen des CDU-Politikers zu aktuellen außen-, wirtschafts- und sicherheitspolitischen Fragen. In der anschließenden Diskussion konnten die Gäste eigene Themen einbringen und mit Wadephul ins Gespräch kommen. (mg)