„Auf den Spuren der Wikinger“
Reporter Eutin
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Oldenburg in Holstein (sb). Die Stiftung Oldenburger Wall lädt ganz herzlich zu ihrem nächsten Vortrag ein: „Auf den Spuren der »Wikinger« - Handel, Häfen und Schifffahrt im frühen Mittelalter entlang der südlichen Ostseeküste“ betitelt der niedersächsische Landesarchäologe Dr. Sebastian Messal seine Ausführungen. Denn dass die „Wikinger“ nicht nur Krieger und Plünderer, sondern auch Entdecker, Händler und kunstfertige Handwerker waren, zeigt sich auch im südlichen Ostseeraum, in dem sich seit dem 8. Jahrhundert skandinavische Bevölkerungsgruppen neben den einheimischen slawischen Stämmen niederließen, Handelsplätze gründeten und von dort aus einen weitreichenden Verkehrs-, Wirt-schafts- und Kommunikationsraum erschlossen. Diese Handelsplätze waren zentrale Plätze für den Austausch von Waren und Wissen, aber auch für die Mobilität von Menschen. Zu diesen Emporien gehört der in den letzten Jahren intensiv erforschte Seehandelsplatz Rostock-Dierkow. Die bis 2018 durchgeführten Untersuchungen hatten das Ziel, die Geschichte eines im Laufe des 8. Jahrhunderts gegründeten Handelsplatzes zu rekonstruieren sowie den Hafen und Markt zu lokalisieren. Die wichtigsten neuen Erkenntnisse, darunter aufwendige Baumaßnahmen im Hafen- und Marktviertel, umfangreiche Handwerksgewerbe und vor allem weitreichende Handelskontakte in den Nord- und Ostseeraum, werden im Rahmen des Vortrages vorgestellt. Der Vortrag findet im Veranstaltungsraum der KulTour gGmbH in Oldenburg, Göhler Str. 56, am Dienstag, den 24. März um 19:00 Uhr statt. Es besteht die Möglichkeit am Vortrag digital teilzunehmen. Der entsprechende Zugangslink befindet sich auf der Internetseite der Stiftung Oldenburger Wall (www.stiftung-oldenburger-wall.de).

