B 76-Sperrung: Nur Lkw-Verkehr macht Sorgen
Plön (t). Seit gut einer Woche ist die Bundesstraße 76 zwischen Preetz und Plön voll gesperrt. „Das von manchen erwartete Verkehrschaos ist von Anfang an ausgeblieben“, zieht Michael Martins, Leiter des Plöner Polizeireviers, eine erste Zwischenbilanz. Der Verkehr rollt, auch Rückstaus an den Kreuzungen gibt es bisher nicht. „Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass der meiste Verkehr die offizielle Umleitungsstrecke über Selent nutzt. Die Mehrzahl weicht vermutlich auf die Strecke über Lepahn und Lebrade aus“, sagt Martins. Ein Anhaltspunkt dafür liefere die provisorische Lichtzeichenanlage in Raisdorf an der B 202. Dort, wo der Verkehr offiziell umgeleitet wird, gebe es keinerlei Probleme, dort fließe der Verkehr gut.
„Auf jeden Fall behalten wir die Nebenstrecken im Auge, denn dort fahren immer noch zu viele Lkw über 7,5 Tonnen. Wen wir erwischen, wird seit Montag sanktioniert“, betont Martins. In den ersten Tagen habe die Polizei bei festgestellten Verstößen noch freundlich auf die auf den „Schleichwegen“ geltenden Durchfahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen hingewiesen, ab sofort werde ein Verwarngeld fällig. Gerade auch für die Strecke Lepahn-Lebrade-Rixdorf gilt diese Regelung für Laster.
Im März zieht man Zwischenbilanz
Die Abstimmung mit dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr funktioniere ausgezeichnet, meint der Revierleiter. „Wir haben einen kurzen Draht zum LBV.SH und auch zum Bauleiter vor Ort und damit einen direkten Kontakt, falls mal etwas nachjustiert werden muss“, so Martins. „Auch die Verantwortlichen in den Gemeinden können mich jederzeit anrufen. Wenn irgendwo intensiver kontrolliert werden muss, dann machen wir das.“
Im März kommen die Vertreter von Ämtern, Gemeinden und Behörden erstmals wieder zusammen, um über den Stand der Dinge zu sprechen, Erfahrungen auszuwerten und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

