Die Nummer eins von 2.908 Auszubildenden

Reporter Eutin 18
„Bundesbeste Azubine“: Kontinuierliche Arbeit und Durchhaltevermögen haben sich für Sabrina Schulz gelohnt.

„Bundesbeste Azubine“: Kontinuierliche Arbeit und Durchhaltevermögen haben sich für Sabrina Schulz gelohnt.

Bild: Gründemann

Schellhorn (tgr). Die Vorstellung, als Beste eines Jahrgangs eine Berufsausbildung abzuschließen, ist für viele junge Frauen und Männer sicherlich ein Traum. Einen solchen Traum hat sich Sabrina Schulz erfüllt. Die 26-jährige Kauffrau im Gesundheitswesen ist aber nicht nur Landesbeste.  Sabrina Schulz hat in diesem Jahr die Abschlussprüfung sogar als Nummer eins ihres gesamten Jahrgangs mit 2.908 Auszubildenden aus ganz Deutschland beendet. Und das i-Tüpfelchen: Sabrina Schulz ist mit 99 von möglichen 100 Punkten auch die erste Auszubildende aus Schleswig-Holstein, die es in den vergangenen 20 Jahren überhaupt geschafft hat, in ihrem Berufszweig als bundesweit Jahrgangsbeste die Ausbildung abzuschließen, wie Markus Kiss, der Referatsleiter für Ausbildungspolitik und -projekte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in Berlin bestätigte.

Bei der nationalen Bestenehrung der DIHK mit über 1.000 Gästen, darunter Bundesbildungsministerin Karin Prien, ist Sabrina Schulz für ihren herausragenden Abschluss als „Bundesbeste Azubine“ ausgezeichnet worden. Im Sommer 2022 hatte die junge Frau bei der Techniker Krankenkasse in Kiel ihre dreijährige Ausbildung als Kauffrau im Gesundheitswesen aufgenommen. „Dass ich am Ende als bundesweit Beste die Ausbildung abschließen würde, hätte ich mir damals nicht vorstellen können, auch wenn ich die Ausbildung möglichst gut absolvieren wollte. Aber ich hatte zwischendurch oft auch gezweifelt, obwohl ich eigentlich gut vorbereitet war. Deshalb ist die Freude nun riesengroß“, sagt die gebürtige Kielerin, die 2017 am Gymnasium Elmschenhagen ihr Abitur absolviert hat. 

Der überragende Abschluss sei jedoch nicht vom Himmel gefallen. „Ich denke, ausschlaggebend war die Kombination aus guter Vorbereitung, großem Interesse am Beruf und einer strukturierten Arbeitsweise. Zudem habe ich mir frühzeitig Lernroutinen aufgebaut und versucht, Inhalte wirklich zu verstehen, statt sie nur auswendig zu lernen“, so Sabrina Schulz. Aber sowohl die Berufsschule als auch unternehmensinterne Seminare hätten sie optimal auf die schriftlichen Prüfungen vorbereitet. Vor allem auch im privaten Umfeld habe sie die notwendige Rückenstärkung gefunden. „Ohne meinen Verlobten Niklas, der mich beim Lernen unterstützt hat, und ohne die Ermutigung durch meine Familie wäre dieser Weg so nicht möglich gewesen“, zeigt sich Sabrina Schulz dankbar.

Wohltuend seien die Reaktionen im beruflichen Umfeld gewesen „Ich habe viel Anerkennung von meinen Ausbildern, meinem Teamleiter und meinen Mitauszubildenden erhalten. Es war besonders schön zu merken, dass sich andere genauso mit mir gefreut haben“, sagt Sabrina Schulz lächelnd. In ihrem Abschlussergebnis sehe sie eine Bestätigung für die investierte Zeit und ihren Einsatz während der Ausbildung. „Er zeigt mir, dass sich kontinuierliche Arbeit und Durchhaltevermögen lohnen, und gibt mir zusätzliches Selbstvertrauen für meinen weiteren beruflichen Weg“, unterstreicht sie. 

Und der geht bei der Techniker Krankenkasse weiter. „Ich bin nach der Ausbildung von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen worden. Das hat mich sehr gefreut, denn ich möchte weitere praktische Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig behalte ich Weiterbildungsmöglichkeiten im Blick, um mich langfristig fachlich und persönlich weiterzuentwickeln“, zeigt sich die Schellhornerin entschlossen.

Privat stehen derzeit Renovierungsarbeiten an einem Haus im Mittelpunkt, das sie sich mit ihrem Verlobten kürzlich gekauft habe. Und im Februar folgt der nächste Höhepunkt im Leben von Sabrina Schulz: Dann wird geheiratet!