Polarlicht überzieht Plöner Nachthimmel
Plön (los). In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar waren am Himmel bundesweit und auch in Plön spektakuläre Lichterscheinungen sichtbar, auch als Aurora bezeichnet. Gestern Abend überzogen die grünlichen, teils auch rötlichen Phänomene um 22.17 Uhr die historische Reitbahn, das Plöner Schloss und den alten Marstall. Ursache ihres plötzlich Aufleuchtens ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein geomagnetischer Sonnensturm. Die strahlend-bunte Sichtbarkeit seiner Auswirkungen gilt in hiesigen Breitengraden als besonderes, da seltenes Ereignis. Kleine geladene Teilchen, die durch Eruption der Sonne in ihr System geschleudert werden, sind bei ihrem Eindringen in die Atmosphäre für das Farbphänomen ursächlich.
Die Ablenkung ihrer Bewegung geschieht durch den Einfluss der Erdmagnetfelder. Dringen sie in die Atmosphäre ein, treffen sie auf Moleküle verschiedener Gase. Sie erzeugen die auch Aurora genannten Nordlichter, weil Stickstoffatome und Sauerstoffmoleküle zu leuchten beginnen.
Die Erscheinungen von Polarlicht wurden in nordischen Sagen, offenbar nicht gerade positiv besetzt, als Walküren in ihren glänzenden Rüstungen gedeutet, die die Gefallenen nach Walhalla bringen, sowie auch als „Wilde Jagd“ oder mythisches Heer, Tanz oder Kampf der Geister. Die Schamanismus pflegenden Sami sahen die Seelen der Verstorbenen in der sphärischen Farbwolke.





