Richtfest für die Offene Ganztagsschule
Preetz (vg). Mit einem Lied zeigten die Kinder der Klasse 3a schon einmal, wie es sich anhören kann, wenn im kommenden Sommer Leben einzieht in die Offene Ganztagsschule (OGTS) der Friedrich-Ebert-Schule in Preetz. Am Freitag feierte der Neubau, der auf dem hinteren Teil des Schulgeländes entsteht, Richtfest. Zu Gast war auch Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke – schließlich fördert das Land diese Investition mit 4,2 Millionen Euro. Preetz ist einer der ersten Orte, an dem der ab dem 1. August geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder umgesetzt wird.
Zumindest an der Friedrich-Ebert-Schule, denn an der zweiten Grundschule haben diverse Probleme den rechtzeitigen Baustart der OGTS verzögert. „An der Hermann-Ehlers-Schule kommt die Ganztagsbetreuung erst im Sommer 2027. Bis dahin werden wir eine Zwischenlösung für die ersten Klassen finden“, berichtete Bürgermeister Tim Brockmann am Rande des Richtfestes. An beiden Standorten werden mehr als 15 Millionen Euro investiert. 85 Prozent der ursprünglich geschätzten Kosten tragen Land und Bund. Dass die Bauvorhaben aber teurer werden als gedacht, stehe schon jetzt fest. So hat sich beispielsweise erst zum Baustart herausgestellt, dass der Baugrund an der Ebert-Schule nicht tragfähig ist und für zusätzliche 150.000 Euro hergerichtet werden musste.
Dass das Vorhaben dennoch im Zeitplan ist, sei der großartigen, zuverlässigen Arbeit der Baufirma Reese aus Bordesholm zu verdanken. „Das Team hat sich auch von Wind und Wetter nicht abhalten lassen“, dankte Brockmann für das Engagement. Die Maurerarbeiten sind abgeschlossen, die Decke muss noch betoniert werden. Sobald der Rohbau fertig ist, werden die Fenster eingesetzt, dann kann der Innenausbau beginnen. „Dass die Kooperation mit Planern und Statikern so gut wie hier funktioniert, ist selten“, lobt Polier Klas Reese die Zusammenarbeit.
Der Neubau sei ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung des Schulstandortes, betonte der Bürgermeister. „Im Sommer startet die Ganztagsbetreuung für alle Klassenstufen. Ich lade schon jetzt die gesamte Schulgemeinschaft ein, dieses Gebäude mit Leben zu füllen und es zu einem Ort des Lernens und der Begegnung zu machen“, so Tim Brockmann. Der Neubau sei auch, unterstrich Ministerin Stenke, ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Lehrkräften und den Schülern. „Hier erfahren die Kinder, dass Lernen und Spaßhaben zusammengeht. Sie erhalten Gelegenheit, sich auszuprobieren und zu entwickeln“, sagte Dorit Stenke und betonte: „Der Ganztag mit seinen unterrichtsergänzenden Angeboten ebnet Bildungswege, baut Benachteiligungen ab und führt zu mehr Bildungsgerechtigkeit in unserem Land.“
Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt schrittweise der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Er startet für die erste Klassenstufe und wird bis 2029/30 auf alle Jahrgänge ausgeweitet. Das Angebot umfasst bis zu acht Stunden täglich inklusive Unterricht. Bund und Land beteiligen sich an den Investitions- und Betriebskosten.
Beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Preetz wünschte die Ministerin allen Kindern und Lehrkräften viel Freude und Erfolg in den neuen Räumen: „Mögen alle Kinder das Rüstzeug für einen guten Weg in ein erfolgreiches und erfülltes Leben mitnehmen!“


