Gesund in den Spätsommer: Gesundheitsthemen, die jetzt wichtig werden

Marlies Henke Neu
Der Spätsommer ist eine gute Zeit, um Körper und Gesundheit auf die kommenden kühleren Wochen einzustellen: vom Haut- und Sonnenschutz bis zum Blick auf Erkältungen, Allergien und den eigenen Impfschutz. (Foto: Adobe Stock)

Der Spätsommer ist eine gute Zeit, um Körper und Gesundheit auf die kommenden kühleren Wochen einzustellen: vom Haut- und Sonnenschutz bis zum Blick auf Erkältungen, Allergien und den eigenen Impfschutz. (Foto: Adobe Stock)

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Die Tage werden langsam kürzer, morgens ist es wieder kühler und nach Urlaub und Ferien kehrt der Alltag zurück. Anfang September befindet sich auch gesundheitlich vieles im Übergang. Während einige typische Sommerthemen noch längst nicht erledigt sind, lohnt sich bereits der Blick auf die kommenden Wochen.

Erkältung oder Allergie?

Die Nase läuft, die Augen tränen oder der Hals kratzt. Dahinter muss Anfang September nicht unbedingt eine Erkältung stecken. Auch die Pollensaison ist noch nicht vollständig vorbei. Vor allem Kräuterpollen können bis in den September hinein unterwegs sein. Ambrosia blüht sogar im Spätsommer und kann die Pollensaison bis weit in den Herbst verlängern.

Ein Hinweis auf eine Allergie können insbesondere juckende oder tränende Augen sowie Beschwerden sein, die sich abhängig von Aufenthaltsort und Tageszeit verändern. Bei einer Erkältung kommen dagegen häufiger Halsschmerzen und Husten hinzu. Bei länger anhaltenden oder stärkeren Beschwerden sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Die ersten Infekte kommen

Mit Schule, Kita und Arbeitsalltag verbringen wieder mehr Menschen Zeit miteinander. Damit bekommen auch Erkältungsviren bessere Möglichkeiten, sich zu verbreiten. Noch ist die Lage allerdings ruhig: Das Robert Koch-Institut meldete zuletzt eine sehr niedrige Aktivität akuter Atemwegserkrankungen. Einfache Maßnahmen bleiben sinnvoll: regelmäßiges Händewaschen, Lüften sowie Husten und Niesen in die Armbeuge. Wer krank ist, sollte sich auskurieren und insbesondere engen Kontakt zu gesundheitlich gefährdeten Menschen vermeiden.

Haut nach dem Sommer im Blick behalten

Sonne, Wärme, Wind, Salz- und Chlorwasser haben die Haut während der vergangenen Wochen beansprucht. Anfang September ist deshalb ein guter Zeitpunkt, ihr wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Feuchtigkeitspflege kann bei trockener und gespannter Haut helfen.

Auch der Sonnenschutz gehört noch nicht in den Schrank. Die Kraft der Sonne wird an warmen Spätsommertagen leicht unterschätzt. Gleichzeitig bietet sich nach den sonnenreichen Monaten ein genauerer Blick auf die eigene Haut an. Neue oder auffällig veränderte Pigmentmale sollten ärztlich beurteilt werden.

Impfschutz für Herbst und Winter prüfen

Im September muss niemand wegen der Grippeimpfung in Hektik geraten. Es ist aber ein guter Zeitpunkt, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls einen Termin für den Herbst zu planen. Die Grippeimpfung wird vorzugsweise ab Oktober bis Mitte Dezember empfohlen; bis sich ein ausreichender Impfschutz aufgebaut hat, dauert es etwa zehn bis 14 Tage.

Besonders empfohlen wird die jährliche Influenza-Impfung unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken sowie bestimmten Berufsgruppen. Welche weiteren Impfungen individuell sinnvoll sind, hängt von Alter, Vorerkrankungen und persönlichen Risiken ab und lässt sich in der Arztpraxis klären. Wer jetzt also den eigenen Impfschutz überprüft, ist für die kommenden Wochen gut vorbereitet. (he/red)