Nach dem HSV erwartet Holstein nun die Bayern 56  |  18.11.2020 15:00

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Lange her: Die Bayern in Kiel (25. Juli 2003).

Lange her: Die Bayern in Kiel (25. Juli 2003).

Kreis Plön (dif) Die Länderspielpause ermöglicht uns noch einmal auf das Derby der KSV Holstein gegen den Hamburger SV zurück zu blicken und natürlich auf das Los im DFB Pokal, was den Störchen ja keinen geringeren als den FC Bayern München bescherte. Doch zuerst das Derby: Der Hamburger Sport Verein kann gegen die KSV Holstein einfach nicht gewinnen. Seit nunmehr 1962 (!) warten die Elbe-Kicker gegen die Förde-Jungs auf einen Punktspielerfolg. In der 2. Bundesliga gelang es dem ehemaligen Erstliga-Dino noch gar nicht. Auch vergangene Woche hoffte man nur bis zur 91. Spielminute. Dann war es KSV-Neuzugang Joshua Mees (kam von Union Berlin), der aus dem 0:1 (Torschütze: Moritz Heyer, 43.) noch ein Remis herstellte. Sekunden danach hätten die Störche durch Janni Serra fast noch den Siegtreffer erzielt. Gäste-Keeper Sven Ulreich war es zu verdanken, dass es beim Abpfiff weiter 1:1 hieß. Wichtig: Die Kieler Abwehr hatte Torjäger Simon Terodde über 90 Minuten gut im Griff und lies wenig zu. Im Tor hatte Ioannis Gelios der Vorzug vor Thomas Dähne erhalten, der in den Matches zuvor wegen einer Corona Infektion passen musste. Mehr als kurios: Am 9. 11.2019 spielten beide ebenfalls 1:1. Die Tore fielen einst in der 43. und 91. Spielminute. In dieser Spielzeit, erneut an einem 9. November, registrierte man die Tore in der…..sie ahnen es: 43. und 91. Minute. Ole Werner bleibt mit seinem Team, bei nur einem Pluspunkt Rückstand auf Position zwei, weiter voll im Rennen um die Aufstiegsplätze. Auch wenn gerade einmal sieben Spieltage absolviert sind, Holstein überrascht doch mit der aktuellen Punkteausbeute, wenn es auf der anderen Seite auch „nur“ fünf Zähler Luft auf einen Abstiegsrang sind. So geht es für die KSV Holstein weiter: Am kommenden Samstag um 13 Uhr wird die Auswärtspartie beim FC Heidenheim angepfiffen. Ein Sieg, ein Remis und eine Niederlage-so die bisherige Bilanz der KSV beim kommenden Gegner. In der vergangenen Spielzeit gab es am 6. Spieltag eine empfindliche 0:3-Pleite beim FC. Danach war auch für den damaligen Trainer Andre Schubert Schluss in Kiel. Ole Werner sollte kurzfristig übernehmen, machte seine Sache hervorragend und ist bis heute Coach der Störche. Heuer will man sich mindestens einen Pluspunkt sichern und mit an die Förde nehmen. Auch hier ein wenig kurios: Wie im Jahre 2020 gab es beim letzten Aufeinandertreffen in Heidenheim vorab eine Länderspielpause.
Nachtrag: Glückwunsch Alexander Mühling. Im Heimspiel gegen die SpVgg. Greuther Fürth machte der 2016 aus Sandhausen gekommene Mittelfeldmann, damals noch unter seinem Geburtsnamen Bieler, die 100 Zweitligaeinsätze für die KSV Holstein voll. In dieser Zeit gelangen ihm 20 Tore. Trotz seines Treffers wird er das Jubiläum wohl in keiner so guten Erinnerung behalten, unterlag seine Elf doch mit 1:3. Mühling ist der letzte Stammspieler aus der Elf, die 2017 unter Trainer Markus Anfang den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte und fast in Liga eins durchmarschiert wäre (Relegationsniederlage gegen den VfL Wolfsburg).
DFB-Pokal-Ausblick: Hoffnung auf Zuschauer beim Pokal-Hit der KSV gegen den FC Bayern? Das eigentlich kurz vor Weihnachten geplante Pokalspiel wurde nun auf den 13. Januar 2021 verschoben und wird live in der ARD ausgestrahlt. Zumindest für die Fans eine gute Nachricht. Doch was ist mit den anderen Staffeln? Wie aus den Worten des Ministerpräsidenten Daniel Günther zu entnehmen war, scheint eine Wiederzulassung von Zuschauern im kommenden Monat keineswegs sicher zu sein. In Schleswig-Holstein hatte man natürlich gehofft, zumindest ein oder zwei Spieltage vor Weihnachten noch absolvieren zu können um dann im Januar 2021 wieder „voll anzugreifen“. Hier wurde ja jetzt der Monat Dezember komplett gecancelt. Aktuell scheint es, dass sich die Vereine weiter in Geduld üben müssen. Immerhin: In diesem Punkt hat man ja-ungewollte- Erfahrung.