Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke kandidiert für zweite Amtszeit

Reporter Timmendorf 15
Timmendorfer Strands Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke kandidiert für zweite Amtszeit

Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke möchte auch nach dem 30. Juni 2027 weiterhin als Verwaltungschef im Rathaus von Timmendorfer Strand arbeiten.

Bild: René Kleinschmidt

Timmendorfer Strand. Am Sonntag, dem 18. April 2027, steht in der Gemeinde Timmendorfer Strand die Bürgermeister-Wahl an, vorausgesetzt der Gemeindewahlausschuss stimmt der Bürgermeister-Wahl am Tag der Landtagswahl zu. Eine eventuelle Stichwahl könnte voraussichtlich am 2. Mai 2027 stattfinden. Bei der letzten Wahl im Mai 2021 standen fünf Kandidaten zur Auswahl. Sven Partheil-Böhnke hat sich in der Stichwahl schließlich mit 52,5 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen die CDU-Kandidatin Melanie Puschaddel-Freitag durchgesetzt.
„Alle Wahlversprechen sind abgearbeitet oder auf den Weg gebracht. Viele Themen, die ich angefangen habe, möchte ich natürlich auch zu Ende bringen und dafür braucht man auch eine weitere Amtszeit”, sagt Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke in einem Pressegespräch mit dem „reporter“.

Damit wirft der 57-Jährige als zweiter Kandidat – nach CDU-Kandidat Martin Potthast - seinen Hut in den Ring. Die Parteien und Wählergemeinschaften können eigene Kandidaten mit einem Wahlvorschlag ins Rennen um den Posten des Verwaltungschefs schicken. Unabhängige Bewerber können ebenfalls als Bürgermeister-Kandidat zur Wahl antreten, müssen dafür aber mindestens 95 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Bis Ende Februar 2027 können sich Kandidaten für das Amt bewerben.
Partheil-Böhnke findet es schade, dass durch die Bekanntgabe des CDU-Kandidaten der Wahlkampf deutlich früher beginnt als üblich, aber versichert, dass seine Arbeit dadurch weder behindert noch beeinträchtigt wird.

Nach seinem Amtsantritt am 1. Juli 2021 sei in der Verwaltung wieder Ruhe eingekehrt, fast alle Stellen sind besetzt und es gab nur wenige Abgänge. Außerdem hätte man große Fortschritte in der Digitalisierung erreicht. „Das Verhältnis zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung (Politik) hat sich deutlich verbessert“, so der Verwaltungschef. „Wir haben ein gutes Miteinander, was auf Konstruktivität ausgerichtet ist, und wir somit die Gemeinde gemeinsam weiter voranbringen können und wollen.“
Zu den erreichten Zielen sagt Partheil-Böhnke: „Ich bin große Themen angegangen, die in den letzten zehn Jahren liegengeblieben sind, ob zum Beispiel ETC, Neubau der GGS-Strand Europaschule, Neubauten Kitas und der bevorstehende Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Timmendorfer Strand. Und Anfang Juli wird am Niendorfer Kurpark die neue Pumptrack-Anlage eröffnet. Ich habe somit gute Anstöße gegeben, dass es in die richtige Richtung geht.“ Weiter sagt er: „Ich denke, dass ich in den letzten fünf Jahren meiner Amtszeit einen anständigen Job mit ruhiger Hand gemacht habe.“

Als bisherige gemeinsame Erfolge in der ersten Amtszeit nannte Sven Partheil-Böhnke unter anderem auch die Stellplatz- und Baumschutzsatzungen, die auf den Weg gebracht wurden. „Auch die Kälte- und Wärmeplanung, die vom Gesetzgeber den Kommunen als Aufgabe auferlegt wurde, haben wir als eine der ersten Gemeinden in Schleswig-Holstein umgesetzt.“
In der Amtszeit von Partheil-Böhnke wurde auch die neue Maritim-Seebrücke gebaut, „die aufgrund sehr guter Planung und Kalkulation im gesteckten Finanzrahmen geblieben ist, was der hervorragenden Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zuzuschreiben ist“.
Sven Partheil-Böhnke ist Chef von rund 200 Mitarbeitern, dazu gehören die Bediensteten im Rathaus und im Bauhof sowie die Hausmeister und das Reinigungspersonal in den Schulen.
Der Start in der Corona-Zeit gab Partheil-Böhnke die Möglichkeit, von vornherein Entscheidungen zu treffen, die sich im Nachhinein als richtig herausgestellt haben, wie er berichtet. „Wir haben die jungen Leute frühzeitig an den Strand gelassen, um Versäumnisse in der Corona-Zeit nachholen zu können, woanders wurden sie weggeschickt.“
In der Freizeit liebt der amtierende Bürgermeister es, mit seinem Hund Nicky große Spaziergänge durch die Gemeinde zu machen, um den Zustand der Promenaden, Fußwege und Straßen zu kontrollieren, um gegebenenfalls zu reagieren, wenn der Zustand nicht so ist, wie er sein sollte.

„Ich möchte weiterhin das Ehrenamt in der Gemeinde unterstützen und bin froh, dass wir ein sehr großes ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde haben, dazu gehört auch die gesamte Blaulichtfamilie, zu der neben Polizei und Rettungsdienst auch die ehrenamtlichen Retter wie Malteser, Feuerwehr und DLRG gehören.“ In den nächsten Jahren steht auch die weitere Konsolidierung der Finanzen auf der Tagesordnung.
„Ich würde mich freuen, wenn die Bürgerinnen und Bürger mir eine zweite Amtszeit ermöglichen würden, um die Projekte, die wir gemeinsam angefangen haben, abzuschließen. Ich spüre in den täglichen Gesprächen mit den Bürgern einen starken Rückhalt und dass sie einen Bürgermeister wollen, der volksnah und anfassbar ist,“ so Sven Partheil-Böhnke, der abschließend sagt: „Timmendorfer Strand ist der strahlende Stern in der Lübecker Bucht und das soll und wird auch in den nächsten Jahren so bleiben. Es ist schwer genug, den aktuellen Stand zu halten, aber damit gebe ich mich nicht zufrieden. Wir wollen und werden die Gemeinde weiter voranbringen.“ (rk)