Gemeinde Timmendorfer Strand feiert Ehrenamt und Gemeinschaft

Reporter Timmendorf 56
Timmendorfer Strand. Bei strahlendem Sonnenschein hat die Gemeinde Timmendorfer Strand am vergangenen Samstag ihr viertes Bürgerfest am Seepferdchen-Brunnen im Strandpark gefeiert.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie Vertreter von Vereinen und Organisationen kamen zusammen, um das Miteinander zu würdigen – und vor allem das ehrenamtliche Engagement, das die Gemeinde trägt.
Bereits in ihrer Begrüßung stellte Bürgervorsteherin Anja Evers die zentrale Rolle des Ehrenamtes heraus: „Ehrenamt ist keine Randerscheinung – es ist das Herz unserer Gesellschaft.“ Dieses Herz schlage auch in Timmendorfer Strand stark, betonte sie und richtete ihren ausdrücklichen Dank an die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger: „Danke für Ihre Zeit, Ihre Ideen und Ihre Energie.“
Evers unterstrich zugleich die Herausforderungen für das Ehrenamt. Es brauche „Unterstützung, Vertrauen – und ganz oft auch einfach weniger Bürokratie“, um Menschen langfristig für freiwilliges Engagement zu gewinnen. Der Empfang solle daher nicht nur Dank ausdrücken, sondern auch Begegnungen ermöglichen und vielleicht neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter inspirieren.
Neben zahlreichen Gästen aus der Region – darunter Vertreter aus Kreis-, Landes- und Bundespolitik – dankte sie auch den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung sowie allen Organisatoren des Festes, darunter Jennifer Rohlfing, der Assistenz des Bürgermeisters.
Im Anschluss sprach Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke – und sorgte gleich zu Beginn mit einem Augenzwinkern für Heiterkeit: „Herzlich willkommen zu unserem Neujahrsempfang … am 2. Mai!“ Bei bestem Wetter sei dies jedoch die deutlich angenehmere Variante, so der Bürgermeister, als ein Empfang „frierend in einer Turnhalle mit lauwarmem Sekt“.
Auch Partheil-Böhnke stellte das Ehrenamt in den Mittelpunkt seiner Rede. Ohne die freiwillig Engagierten würde in der Gemeinde „wirklich nichts laufen“. Sie seien „die stillen Helden unserer Gemeinde“, die mit ihrem Einsatz Veranstaltungen, Vereinsleben und soziale Strukturen überhaupt erst möglich machten. Dafür sprach er ein „großes, ehrliches, von Herzen kommendes Danke“ aus.
Der Bürgermeister blickte zudem auf das vergangene Jahr zurück, das von besonderen Ereignissen geprägt war. So erinnerte er an die Gasexplosion im Hafen von Niendorf/Ostsee sowie die aufwendige Rettung des gestrandeten Buckelwals. Beide Situationen hätten eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Einsatzbereitschaft der sogenannten „Blaulichtfamilie“ sei. „Ohne unsere Feuerwehren, Polizei, Rettungskräfte (…) könnten wir auch heute hier nicht so entspannt stehen“, sagte Partheil-Böhnke.
Neben der Krisenbewältigung hob er auch zentrale Zukunftsprojekte hervor: den Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule, die Sanierung von Sportanlagen sowie den Ausbau von Kindertagesstätten. Auch die geplante Überplanung eines großen Sportareals und der Einsatz für den Erhalt der Bahnanbindung seien wichtige Themen für die kommenden Jahre.
Trotz aller Herausforderungen zeigte sich der Bürgermeister optimistisch: „Wir sind nicht nur ein schöner Ort – wir sind eine Gemeinschaft.“ Gerade der offene Austausch und auch leidenschaftliche Diskussionen gehören zu einer lebendigen Gemeinde dazu.
Am Ende stand ein klarer Ausblick: Timmendorfer Strand setze weiterhin auf Zusammenhalt, Engagement und Lebensqualität. „Der wahre Reichtum unserer Gemeinde (…) sind die Menschen“, betonte Partheil-Böhnke.
Bei Musik, Gesprächen und kulinarischen Angeboten klang der Gemeindeempfang in entspannter Atmosphäre aus – ganz im Sinne der Worte von Bürgervorsteherin Evers: „Genießen Sie das Fest, kommen Sie ins Gespräch (…) und vielleicht bekommt der eine oder die andere ja Lust, selbst aktiv zu werden.“
Im Rahmen des Gemeindempfangs hat die Gemeinde Timmendorfer Strand auch wieder Personen geehrt, welche im sozialgesellschaftlichen und sportlichen Bereich tätig waren. Einen Bericht über die Ehrungen lesen Sie in der kommenden Woche. (rk)