Patenkompanie sammelt wieder für die Kriegsgräberfürsorge

Reporter Timmendorf 38
Ratekaus Patenkompanie sammelt wieder für die Kriegsgräberfürsorge

Ratekaus Bürgermeister Dennis Jaacks (vorne 2.v.li.) und Bürgervorsteherin Mareike Baum (2.v.re.) empfingen eine Abordnung der Patenkompanie aus Eutin rund um Major Max Adrian (links), Unterstabsoffizier Paul Gajos (Mitte) und Hauptmann Lena Niklas (rechts).

Bild: René Kleinschmidt

Ratekau. Auch in diesem Jahr sind die Soldaten der 4. Kompanie des Aufklärungsbatallions 6. aus Eutin rund um den Volkstrauertag in ihrer Patengemeinde Ratekau vor Ort, um für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Die Sammlung hat am Montag begonnen und läuft bis zum 26./27. November.

Das gesammelte Geld der Haus- und Straßensammlung geht an den Volksbund, der damit die Pflege der Gräber der gefallenen Soldaten im In- und Ausland gewährleistet.
2025 waren es 5.537,61 Euro, die in der Gemeinde Ratekau zusammengekommen sind. Ein Rekordergebnis von 7.825 Euro wurde während der dreiwöchigen Sammlung der Eutiner Aufklärungskompanie in 2023 in Ratekau gesammelt. Und das wurde in 2024 mit 8.067 Euro sogar noch einmal getoppt.  „Die Spendensummen sind schon beachtlich“, so Ratekaus Bürgermeister Dennis Jaacks, der die Abordnung der Patenkompanie um Kompaniechef Major Max Adrian und seiner Stellvertreterin Hauptmann Lena Niklas im Rathaus willkommen hieß, um sich zunächst um weltpolitische und bundewehrtechnische Angelegeheiten auszutauschen.

Zugleich macht Ratekaus Bürgermeister Dennis Jaacks deutlich, dass auch die Anforderungen an die Soldaten in den vergangenen Jahren nicht geringer geworden sind. Die Patenkompanien seien stark eingebunden und müssten sich vielfältigen Herausforderungen stellen – unter anderem durch Einsätze in Litauen. Auch das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ aus Eutin ist regelmäßig im Rahmen von NATO-Einsätzen und Übungen auf dem Balkan gefordert. „Die Zeiten haben sich geändert“, betont Jaacks. Dabei blickt die Bundeswehr in Eutin bereits auf eine lange Geschichte internationaler Einsätze zurück: So waren Soldaten des Standorts in der Vergangenheit unter anderem in Afghanistan und Mali im Einsatz. Dennis Jaacks findet es auch wichtig, dass die Bundeswehr mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Im Rahmen der Sammlung gehen die Soldaten zwischen 9 und 15 Uhr von Tür zu Tür oder sind an zentralen Orten wie vor Supermärkten, etwa bei Famila in Sereetz, bei Edeka in Pansdorf und bei Rewe in Ratekau, anzutreffen.
Mit der alljährlichen Spendensammlung bittet der Volksbund um Mittel, mit denen weiterhin Umbettungen gefallener Soldaten finanziert und Kriegsgräber gepflegt werden können. Die Spenden werden zudem für die Betreuung von Angehörigen sowie für die Bildungs- und Erinnerungsarbeit des Volksbundes verwendet. Die eingesetzten Soldatinnen und Soldaten können sich bei Bedarf ausweisen. Auch ein steuerlicher Nachweis für eine Spende kann ausgestellt werden.
Und die Spendenbereitschaft ist recht groß. „Etwa 70 Prozent spenden etwas,“ so Unterstabsoffizier Paul Gajos, der die erste obligatorische Geldspende von Bügervorsteherin Mareike Baum (SPD) und Bürgermeister Dennis Jaacks mit der Spendendose einsammeln konnte.
„Als Gemeinde Ratekau bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger herzlich, dieses Anliegen des Volksbundes zu unterstützen,“ so Jaacks. „Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Spendenbereitschaft!“ (rk)