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Vortrag "August von Hennings ..."

Bildnis von August von Hennings um 1801. (Quelle: Detlev Kraack)

Bildnis von August von Hennings um 1801. (Quelle: Detlev Kraack)

Bild: Detlev Kraack

Eutin. „August von Hennings (1746–1826) - aufgeklärter Geist und streitbarer Zeitgenosse“ lautet der Titel des Vortrags von Detlev Kraack am Mittwoch, dem 19. August um 19 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek.

Der Vortrag verweist auf das Leben und Wirken des aus Pinneberg gebürtigen gelehrten Juristen und aufgeklärten Spitzenbeamten in einer Zeit, zu welcher der dänische Gesamtstaat der interessierten europäischen Öffentlichkeit als ein in vielerlei Hinsicht vorbildliches Gemeinwesen galt. Konsequenter als andernorts wurden die Ideale der Aufklärung hier auf königliche Initiative und getragen von einer aufgeklärten Beamtenschaft in die gesellschaftliche Wirklichkeit übertragen. Dass all dies nicht ohne Widerstand geschah und von zum Teil intensiven öffentlichen Diskussionen begleitet wurde, versteht sich von selbst. Die Abschaffung der Zensur, der streitbare öffentliche Diskurs, die Befreiung der Bauern aus der Leibeigenschaft und wissenschaftlich untermauerte landschaftliche Reformen nötigten den Zeitgenossen in nah und fern Bewunderung ab. In diesem Zusammenhang standen gelehrte Köpfe aus den Herzogtümern Schleswig und Holstein in vorderster Front. Unter denen, die es im Ringen zwischen aufgeklärtem Aufbruch, nachhaltiger Wirkung und frustriertem Rückzug erst noch zu entdecken gilt, kommt August von Hennings eine besondere Bedeutung zu. Nach Schulbesuch in Hannover und Altona sowie Studium in Göttingen wirkte er zunächst in Kopenhagen, überstand den Sturz Struensees und setzte seine Karriere wie auch seine aufgeklärte Veröffentlichungstätigkeit in den Herzogtümern fort. Als königlich-landesherrlicher Amtmann in Plön und später als Administrator der Grafschaft Rantzau mit Dienstsitz in Barmstedt hat er auch im Land zwischen den Meeren nachhaltig gewirkt. Vieles von dem, was er anstieß, ist aus einer umfangreichen handschriftlichen Überlieferung erst noch in seiner Bedeutung zu erschließen, wozu der Vortrag anregen möchte.

Prof. Dr. Detlev Kraack studierte Geschichte, Klassische Altertumswissenschaften und Mathematik in Kiel, Freiburg im Breisgau, Basel und Palermo. Nach der Promotion in Kiel habilitierte er sich an der Technischen Universität Berlin. Nach langen Jahren als Privatdozent und außerplanmäßiger Professor in Berlin wirkt er heute als Gymnasiallehrer für Latein und Geschichte am Gymnasium Schloss Plön.

Der Vortrag wird gemeinsam mit den Freunden der Eutiner Landesbibliothek veranstaltet. Der Eintritt ist frei. (red)


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