Kristina Kolbe

Halloween-Vorfall auf Fehmarn: Elfjährige entdeckt Nähnadel in Schokoriegel

Copyright: Polizeidirektion Lübeck

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Bild: Polizeidirektion Lübeck

Burg auf Fehmarn. Beim Sammeln von Süßigkeiten fand ein elfjähriges Mädchen am Halloweenabend in Burg auf Fehmarn eine etwa drei Zentimeter lange Nähnadel in einem Schokoriegel. Zudem berichteten das Mädchen und eine gleichaltrige Freundin von gesundheitlichen Beschwerden, nachdem sie Weingummis probiert hatten. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen.

Nach Angaben der Polizei waren die beiden Mädchen am Samstag, dem 31. Oktober, gegen 21.30 Uhr in der Bürgermeister-Lafrenz-Straße unterwegs und klingelten an verschiedenen Haustüren. Während des Rundgangs brach eines der Mädchen einen Schokoriegel in zwei Teile und entdeckte darin die dünne Metallnadel.

Außerdem hatten die beiden Elfjährigen Weingummis probiert, die ihren Angaben zufolge ungewöhnlich nach Waschmittel schmeckten. Daraufhin spuckten sie die Süßigkeiten wieder aus. Eines der Mädchen klagte später über Kopfschmerzen, das andere zusätzlich über Übelkeit und Bauchschmerzen.

Am Sonntag informierten die Erziehungsberechtigten die Polizei über den Vorfall. Die aufgefundene Nadel wird sichergestellt. Wie sie in den Schokoriegel gelangte und wer dafür verantwortlich ist, soll nun ermittelt werden. An der Verpackung waren laut Polizei keine Auffälligkeiten zu erkennen.

Polizei rät zur Aufmerksamkeit

Weitere Hinweise auf manipulierte Schokoriegel oder auffällig schmeckende Weingummis liegen der Polizei in Lübeck und Ostholstein bislang nicht vor. Dennoch werden Eltern gebeten, die gesammelten Süßigkeiten gemeinsam mit ihren Kindern zu überprüfen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt beschädigten Verpackungen, ungewöhnlichem Geruch, verändertem Aussehen oder auffälligen Verformungen. Wer verdächtige Süßigkeiten entdeckt, sollte sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle wenden.

Gleichzeitig mahnt die Polizei zur Ruhe. Nicht jede Übelkeit oder jeder Kopfschmerz müsse auf den Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten zurückzuführen sein. (red)

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