

Neustadt. Für 30 Kinder und Jugendliche und ihre vier Betreuer aus der Ukraine beginnt in diesen Tagen eine ganz besondere Zeit. Sie dürfen für einige Wochen den Kriegsalltag hinter sich lassen und an einer Ferienfreizeit des Kinderschutzbundes Kreisverband Ostholstein teilnehmen. Damit die jungen Gäste während ihres Aufenthalts gut untergebracht werden können, hat JYSK Deutschland Betten, Bettdecken und Kopfkissen im Wert von rund 15.000 Euro gespendet.
Die offizielle Übergabe der Sachspende fand am Mittwoch beim Kinderschutzbund in Neustadt statt. Bereits am folgenden Tag wurden die Kinder gemeinsam mit ihren vier Betreuern erwartet. Untergebracht sind sie im Kinderhaus sowie im Familienzentrum des Kinderschutzbundes.
Die Ferienfreizeit wird gemeinsam vom Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein, dem Ortsverein Heiligenhafen und dem Förderverein für soziale Arbeit in Osteuropa organisiert. Insgesamt kostet das Projekt rund 40.000 Euro und wird durch Spenden und zahlreiche Unterstützer ermöglicht.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kinderschutzbund erstmals eine Gruppe ukrainischer Kinder in Ostholstein willkommen geheißen. „Die Kinder haben es bis zum Schluss nicht geglaubt, dass ihre Sommerreise wirklich stattfinden würde“, erinnerte sich Mitorganisatorin Laila Breis. Umso größer sei die Freude gewesen. Die Kinder seien ausgesprochen höflich und dankbar gewesen und hätten die Zeit fernab des Krieges sichtlich genossen.
„Der Staat kümmert sich zwar um vieles, aber die Kinder fallen leider häufig genug durch die Maschen“, sagte Matthias Thoms, Bereichsleiter des Kinderschutzbundes Ostholstein. „Doch unser Anspruch ist es, für alle Kinder da zu sein.“
Auch Martin Liegmann, ehemaliger Geschäftsführer des Kreisverbandes und heute im Ortsverein Heiligenhafen aktiv, bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung. Besonders wichtig sei ihm gewesen, dass der Kinderschutzbund von JYSK nicht als Bittsteller, sondern als gleichwertiger Partner behandelt worden sei.
Für JYSK gehört dieses Engagement ganz selbstverständlich zur Unternehmenskultur. „Wir haben eine Machermentalität und eine starke Wertekultur“, sagte Vertriebsleiter Christoph Hein, der mit zwei Kollegen angereist war. Sie berichteten, dass das Unternehmen regelmäßig Projekte für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen unterstütze. Ziel sei es, jungen Menschen, wenn auch nur für einen Moment, eine bessere Zeit zu ermöglichen. „Es ist ein Kind, das beschützt werden muss, egal wo es herkommt.“
Zum Abschluss des Treffens besichtigten die Gäste mit den Gastgebern gemeinsam die liebevoll vorbereiteten Räume. Dank der neuen Klappbetten können die ukrainischen Kinder dort in den kommenden Wochen nicht nur gut schlafen. Die Ausstattung bleibt dem Kinderschutzbund auch nach der Ferienfreizeit erhalten und kann künftig für weitere Projekte genutzt werden. (gm)




