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Dorf- und Schulmuseum sucht Ehrenamtliche

Das Schild möchte Marc Dobkowitz nicht raushängen müssen, aber noch fehlen dem Förderverein Betreuer, um das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde im Sommer zu öffnen.

Das Schild möchte Marc Dobkowitz nicht raushängen müssen, aber noch fehlen dem Förderverein Betreuer, um das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde im Sommer zu öffnen.

Bild: hfr

Schönwalde. Der Betrieb des Dorf- und Schulmuseum Schönwalde ruht vollständig auf ehrenamtlichen Schultern. Nun gehen dem Förderverein die Betreuer aus, die an den 51 Tagen, an denen das Museum von 16 bis 18 Uhr für Besucher öffnet, die Gäste empfangen. Wenn sich niemand findet, droht das kleine Museum an einem Viertel der geplanten Tage geschlossen zu bleiben.

„In diesem Jahr haben vier aus dem Team der Betreuer ihren Dienst quittiert“, sagt Marc Dobkowitz. Der Vorsitzende des Fördervereins zeigt Verständnis: „Unsere Betreuer sind wie die meisten Mitglieder im fortgeschrittenen Alter und haben teils über Jahrzehnte die Besucher empfangen. Da darf man schon mal kürzer treten.“ Dass nun gleich vier nicht mehr zur Verfügung stehen und andere die Anzahl ihrer Dienste reduziert haben, kam dennoch unerwartet.

 

„Wir haben jetzt alles daran gesetzt die Lücken im Mai und Juni zu schließen“, kann Dobkowitz Fans des Museums im Herzen Schönwaldes beruhigen, nicht schon zum Saisonbeginn am 15. Mai vor verschlossener Tür zu stehen. Im August und September sieht es aber noch schlecht aus. Das Museum öffnet immer dienstags und freitags von 16 bis 18 Uhr. Im Juli und August zusätzlich am Sonntag zur gleichen Zeit. „Wir haben eine Ausstellungsfläche von etwa 180 Quadratmetern im Erdgeschoss der alten Dorfschule in der wir neben dem Schulalltag auch Handwerk und Leben auf dem Land im ausgehenden 19.Jahrhundert präsentieren“, beschreibt der Vorsitzende die Ausstellung. Besucher sind meist Familien oder Großeltern mit Enkeln. Die Einträge im Gästebuch loben die liebevolle Gestaltung die auch das Anfassen von Exponaten gestattet. „Die zwei Stunden vergehen meist wie im Flug, auch wenn einmal keine Besucher zu betreuen sind“, weiß Marc Dobkowitz aus eigener Erfahrung. Auf der Bank vor der Tür des Museums kommt man schnell ins Gespräch mit Passanten oder hat die Muße für ein Buch. Zu den hauptsächlichen Aufgaben der Museumsbetreuer gehören das Kassieren des Eintritts und natürlich die Aufsicht.

 

Wer Interesse hat, den Betrieb des Museums durch seine Mithilfe weiter aufrecht zu erhalten, und gerne mehr über Ausstellung und Abläufe als Betreuer erfahren möchte, ist eingeladen das Museum an einem Informationsabend am 13. Mai um 19.30 Uhr zu entdecken sowie Vorstand und andere Museums-Betreuer kennen zu lernen. „Wir freuen uns über jedes neue Gesicht und werfen niemand ins kalte Wasser“, macht Dobkowitz Mut, für das kleine Museum aktiv zu werden. (red)


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