

Kellenhusen. Das Meer ist die Kulisse – mehr braucht es nicht, wenn der Erzähler Gerhard P. Bosche seine Geschichten zum Leben erweckt. Am Freitag, 21. August, um 20 Uhr, ist er wieder im Strandbereich neben der Seebrücke in Kellenhusen zu erleben. Der Eintritt ist mit Ostseecard frei, Sitzmöglichkeiten stehen zur Verfügung.
Fackeln, Wind, Möwen und der Sonnenuntergang bieten ein märchenhaftes Panorama für das Theater des Wortes von Gerhard P. Bosche und sein Programm „Der Fischer und seine Seele“ nach Oscar Wilde, das in den letzten Jahren an den Stränden zur Kultveranstaltung geworden ist.
Ein junger Fischer verliebt sich in ein Meermädchen, das ihm zufällig in die Netze gerät. Tag für Tag lauscht er ihrem Gesang und erfährt mehr über das Meervolk und das Leben dort. Schließlich wächst seine Sehnsucht so sehr, dass er das Meermädchen bittet, ihn zu heiraten. „Wenn du deine Seele von dir schicken könntest, dann könnte ich dich lieben.“ Doch wie kann er seine Seele loswerden? Und was ist die Seele überhaupt?
Gerhard P. Bosche führt durch die Erzählung, lässt den Zuschauer bangen, ob sich der Wunsch des Fischers erfüllen kann, erzittern bei der Vereinbarung mit der Hexe und den Atem anhalten, wenn er zu seiner Seele zurückkehrt. Fern entrückt, nicht greifbar, wie die Seele selbst, zieht er durch das Publikum und erzählt von seinen Erlebnissen. Zauberhafte Klangimprovisationen begleiten das Erzählen und geben Raum für Fantasie und Wirklichkeit. (red)


