

Lensahn. Es ist ein Meilenstein in der strategischen Entwicklung, der künftig mehr Raum für Medizintechnik „made in Lensahn“ sorgen wird. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat der Medizintechnikhersteller CODAN am vergangenen Freitag offiziell den Bau eines neuen Produktionsgebäudes am Standort Lensahn begonnen. Das Unternehmen investiert in eine hochmoderne Fertigung für medizinische Kunststoffkomponenten und setzt damit ein deutliches Zeichen für weiteres Wachstum, technologische Weiterentwicklung und die langfristige Sicherung des Produktionsstandortes in Deutschland.
Auf dem Werksgelände entsteht eine Produktionshalle mit rund 6.300 Quadratmetern Fläche, deren Fertigstellung für das zweite Quartal 2028 vorgesehen ist. Künftig wird dort unter Bedingungen gefertigt, die nahezu der Reinraumklasse ISO 8 entsprechen.
„Mit dieser Investition stärken wir unsere Produktionskapazitäten und bekennen uns gleichzeitig klar zur Fertigung in Deutschland“, betonte Werksleiter Andreas Wenig beim offiziellen Baubeginn.
Auch Lensahns Bürgermeister Michael Robien hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Mit dem Spatenstich wird ein sichtbares Zeichen für Wachstum, Vertrauen und Zukunftsfähigkeit des Betriebes und des Wirtschaftsstandortes gesetzt. Das Bauprojekt steht für unternehmerischen Mut, Innovationskraft und die Bereitschaft, in eine gemeinsame Zukunft zu investieren. Diese Entscheidung ist ein klares Bekenntnis zum Standort und zu den Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Mit der Erweiterung entstünden nicht nur neue Produktionsflächen, sondern auch neue Perspektiven für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Dynamik in der Region.
Der Weg bis zum Baustart war lang. Bereits im Jahr 2004 hatte die Gemeinde Lensahn den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Das Verfahren ruhte jedoch mehrere Jahre, bevor die Gespräche 2014 wieder aufgenommen wurden. Im März 2019 wurde schließlich der Bebauungsplan beschlossen und damit die Grundlage für das Bauvorhaben geschaffen.
Neben modernen Produktionsflächen umfasst das Neubauprojekt ein zentrales Labor für qualitätssichernde Maßnahmen, neue Logistikbereiche sowie ein durchdachtes Hygienezonenkonzept. Die Generalplanung und spätere Umsetzung übernimmt die IE Group, die CODAN bereits bei der strategischen Entwicklung des Standortes begleitet hat. (red/mg)



