Kristina Kolbe

„Einfach machen“ ist das Credo in Dahme

Dahme. Wenn Neptun und seine Nixen durch den Ort ziehen, Akkordeonmusik und der Duft von geräuchertem Aal in der Luft liegen, dann kann das nur eins bedeuten: Es ist wieder Fischerbudentreff.

Auch am vergangenen Sonntag verbreitete der Festumzug wieder Stimmung im ganzen Dorf. Begleitet wurde er von zahlreichen Vereinen, Verbänden und Institutionen, die sich mit Dahme und dem Fischerverein verbunden fühlen. Viele Gäste waren extra nach Dahme gereist, um an dem Spektakel teilzunehmen.

Nach einem kurzen Fotostopp auf dem Seebrückenvorplatz führte der Umzug auf seinen letzten Metern entlang der Promenade schließlich zum Ziel, den Fischerhütten, wo etliche Stände mit unterschiedlichsten Fischspezialitäten, kalte Getränke, ein Festzelt und eine Bühne direkt am Strand warteten. Seit 41 Jahren markiert das spätsommerliche Treffen einen Höhepunkt im Jahr des Ostseebades. Und auch diesmal wurde mit Feierstunde, Musik der Vogelberg-Kapelle und viel Geselligkeit im Festzelt, an Strand und Promenade wieder groß gefeiert.

Für Tourismusleiter Thorsten Dücker ein guter Moment, um einmal auf die zurückliegenden Wochen zu schauen, die auch in diesem Jahr geprägt davon gewesen seien, das Beste aus den Sommertagen herauszuholen. Der Fischerbudentreff sei das Finale einer tollen Saison. „Hier kommt zusammen, was zusammengehört“, erklärte er. Was das ist? Wenn man Bürgermeisterin Stefanie Friedrich-Suhr fragt: „Fisch, ein kühles Getränk und natürlich die Geschichten der Fischer.“ Diese seien getragen von dem Gedanken: „Einfach machen und wenn etwas schiefgeht, nochmal machen.“

Hinter dem Fischerbudentreff stecke etwas sehr wertvolles, erinnerte sie, denn der Fischerverein sorge dafür, dass die Geschichte des Ortes lebendig bleibe. „Tradition bedeutet, dass man Geschichten weiter erzählt“, so die Bürgermeisterin, die ebenfalls eine Anekdote im Gepäck hatte. Sie erzählte von „Hans im Glück“, der sich einst im Sturm zum Fischfang aufmachte, havarierte und schließlich auf Fehmarn strandete. Überraschenderweise tauchte er nach zwei Tagen vor der Dahmer Küste auf seinem eigenen Boot wieder auf, geschleppt von einem Fehmaraner Fischer und mit einer kräftigen Ladung Gemüse an Bord.

Abschließend nahm Michael Höppner, Vorsitzender des Fischervereins Dahme, eine seiner wichtigsten Amtshandlungen vor, das Küren der Ehrenaalritter. In diesem Jahr haben sich zwei Personen besonders um den Fischerverein Dahme verdient gemacht. Daher erhielten Carsten Schmidt und Thomas Görtz diese ehrwürdige Auszeichnung. Sie seien sehr wichtig für den Verein und hätten durch ihre musikalischen Beiträge oder beständiges Anpacken, immer dann, wenn es nötig ist, diese Auszeichnung verdient. (ko)


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