Marco Gruemmer

HSG Ostsee: Entscheidung auf der Trainerposition

Mit Finn Meiners (re.) auf der Trainerposition geht die HSG Ostsee nicht nur in die restlichen Spiele dieser Saison, sonder auch in die Spielzeit 26/27.

Mit Finn Meiners (re.) auf der Trainerposition geht die HSG Ostsee nicht nur in die restlichen Spiele dieser Saison, sonder auch in die Spielzeit 26/27.

Bild: Daniel Haase - rabbit Photography

Neustadt/Grömitz. Handball-Drittligist HSG Ostsee bindet Interimstrainer Finn Meiners ligaunabhängig bis 2027. Die Entscheidung ist dabei keine spontane Reaktion auf den erlösenden Sieg gegen den SC DHfK Leipzig II, sondern das Ergebnis eines bereits länger geplanten Prozesses.

Der studierte Sportwissenschaftler, ehemalige HSG-Spieler und aktuelle DHB-Trainer überzeugte die Verantwortlichen bereits in seiner Zeit als Co-Trainer. Mit absolutem Commitment zur HSG, menschlicher Führungsstärke und hohem handballerischen Sachverstand empfahl sich der frühere Abwehrspezialist nachhaltig für höhere Aufgaben.

Belohnt wird dieses Vertrauen mit einem ligaunabhängigen Vertrag – verbunden mit einer klaren Zielsetzung.

Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft und Interims-Sportlicher Leiter Johann Plate stellte bereits vor dem Spiel in Leipzig klar: „Wir glauben bis zuletzt daran, dass unser Trainerteam und unsere Mannschaft unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, auch in dieser Saison erreichen werden. Sollten wir dennoch absteigen, haben wir intern bereits jetzt das klare Ziel definiert, direkt wieder aufzusteigen und in die 3. Liga zurückzukehren. Das weiß Finn – und da geht er voll mit. Für uns ist er dafür der absolut richtige Mann an der Seitenlinie.“

Coach Meiners führt die HSG Ostsee zum ersten Rückrundensieg

Die HSG Ostsee ihr Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn SC DHfK Leipzig II mit 38:36 (17:19) gewonnen. Dabei begann die Partie ausgeglichen. Die HSG fand gut ins Spiel, verpasste es jedoch aufgrund phasenweise schwacher Abschlüsse, sich abzusetzen. Leipzig nutzte dies und hielt stets eine knappe Führung von ein bis zwei Toren.

Nach der Pause präsentierte sich die Mannschaft wie verwandelt. Mit einem 5:1-Lauf unmittelbar nach Wiederanpfiff drehte die HSG die Zwei-Tore-Halbzeitführung der Leipziger zu ihren Gunsten.

Die „magischen drei Kretschmer-Minuten“ zwischen der 44. und 47. Spielminute brachten die Vorentscheidung: Drei eigene Treffer des Routiniers auf Rechtsaußen sowie eine mustergültige Vorarbeit auf Jannes Farschchi führten zur 30:26-Führung und zwangen Leipzig zur Auszeit.

Den endgültigen Deckel setzte der überragende Jasper Bruhn. Innerhalb von nur zwölf Sekunden erzielte er zwei seiner insgesamt zehn Treffer. Zwar kamen die Leipziger mit einer sehr offensiven Deckung nochmals zu schnellen Toren, doch am Auswärtssieg änderte das nichts mehr. (red/mg)


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