

Ostholstein. Die Besatzungen der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind im Jahr 2025 auf Nord- und Ostsee mehr als 1.700 Mal im Einsatz gewesen. Insgesamt erhielten 3.389 Menschen Hilfe. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste rückten die Seenotretter 670 Mal aus und unterstützten 1.059 Menschen. 34 Personen wurden aus Seenot gerettet, weitere 149 aus Gefahrensituationen befreit. Insgesamt fuhren die Seenotretter 2025 genau 1.723 Einsätze. Damit lag die Zahl leicht unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist nach Angaben der DGzRS darauf zurückzuführen, dass es weniger Einsatzanläufe ohne notwendiges Eingreifen gab. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, denen geholfen wurde, deutlich an.
Die Einsätze betrafen unter anderem Fischereifahrzeuge, Handelsschiffe sowie Fähren und Fahrgastschiffe. Auch Wassersportler und Erholungssuchende entlang der Küsten von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden unterstützt. Bundesweit retteten die Seenotretter 135 Menschen aus Seenot, weitere 327 wurden aus gefährlichen Lagen befreit. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Arbeit der DGzRS durch die ARD-Dokuserie „Die Seenotretter“, die Einsätze und den Alltag auf verschiedenen Stationen zeigt. Zudem übernimmt Fernsehmoderatorin Laura Wontorra ab 2026 ein ehrenamtliches Botschafteramt für die Seenotretter.
Unabhängig davon treiben die Seenotretter die Modernisierung ihrer Flotte weiter voran. Ältere Rettungseinheiten werden schrittweise durch Neubauten ersetzt. Zwei neue Seenotrettungsboote nahmen 2025 ihren Dienst auf, weitere Einheiten befinden sich in Planung oder im Bau. 2025 stand zudem im Zeichen des 160-jährigen Bestehens der DGzRS. Seit ihrer Gründung im Jahr 1865 finanziert sich die Organisation ausschließlich über Spenden. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die bekannten Sammelschiffchen, die seit 150 Jahren im Einsatz sind und auch in Ostholstein vielerorts zu finden sind. (red)



