Marco Gruemmer

„Ohne euch bliebt vieles dunkel“

Die freigesprochenen Gesellen der Schulstandorte Eutin und Oldenburg.

Die freigesprochenen Gesellen der Schulstandorte Eutin und Oldenburg.

Bild: Marco Grümmer

Grube. 3,5 Lehrjahre liegen hinter den ehemaligen Auszubildenden der Elektro-Innung Ostholstein mit den Schulstandorten Oldenburg und Eutin. „Jetzt habt ihr es geschafft“, beglückwünschte Obermeister Stefan Erbs die neuen Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik bei der offiziellen Freisprechung.

„Der heutige Tag ist ein Meilenstein, der Türen öffnet“, ergänzte Stefan Erbs, bevor er die Gesellenbriefe zum Start ins Berufsleben übergab.

„Ein hartes Stück Arbeit, Stress und Entbehrung haben ein glückliches Ende genommen“, sagte Jörg Feddern, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes der Elektro- und Informationstechnik Schleswig-Holstein. Er ergänzte: „Sie verkörpern Qualität ‚Made in Germany‘, also das, was unseren Wirtschaftsstandort auszeichnet.“

Für die jungen Elektroniker gehört nun unter anderem die Reparatur und die Behebung von Störungen, teils auch von hochkomplizierten Techniken, zum Berufsalltag. Ebenso wie das Installieren von Leitungssystemen, Informations- und Energieleitungen sowie das Programmieren, Konfigurieren und Prüfen elektrischer Systeme und Einrichtungen. Auch der Kundenkontakt ist ein wichtiger Bestandteil des Berufes. „Und der Beruf wird heute noch immer komplexer, nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung, die Arbeitsprozesse tiefgreifend verändert. Neben den alten Systemen müssen Sie daher auch immer mit der neuesten Technik vertraut sein, vor allem, was die erneuerbaren Energien und modernes Gebäudemanagment betrifft“, erklärte Jörg Feddern. Er sieht die Chancen für beruflich Ausgebildete keineswegs schlechter als für Akademiker. „Auszubildende und Gesellen werden in Zeiten des Fachkräftemangels dringend gesucht“, meinte der Landesinnungsmeister. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, sich zum Elektromeister weiterzubilden. „Die berufliche Ausbildung ist keine Endstation mehr. Nutzen Sie ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Begeisterung“, betonte Jörg Feddern und nannte zudem den Weg des Studierens. Er sagte abschließend: „Vertrauen Sie auf Ihr Potenzial an fachlicher Qualifikation, lassen Sie sich nicht entmutigen und zeigen Sie Biss und gesunden Ehrgeiz. Unser Handwerk, unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft, wir alle brauchen Sie.“

Dazu nochmal Obermeister Stefan Erbs: „Ihr habt durchgehalten und seid nun Profis in eurem Beruf. Es ist beeindruckend, was in 3,5 Jahren mit jungen Menschen passiert, wie sie sich behaupten können und Verantwortung übernehmen. Der Beruf ist auf dem Vormarsch. Deutschland und Europa braucht Fachkräfte.“ Er schloss mit den Worten: Wir sind die, die anpacken können. Bitte bleibt dem Handwerk treu, denn ohne euch bleibt vieles dunkel.“ (mg)

Freigesprochene der Elektro-Innung Ostholstein

Schulstandort Eutin:

Mika Bartels (Bäcker Elektrobau GmbH, Ahrensbök), Jannis Boll (Bäcker Elektrobau GmbH, Ahrensbök), Max Bruhn (Frank GmbH, Oldenburg), Niklas Dührkoop (Elektrotechnik Erbs & Brumm GmbH, Eutin), Sergej Eirich (Bäcker Elektrobau GmbH, Ahrensbök), Obeid Haris (Bau-Technik-Ambiente-Zentrum-Knop Neustadt GmbH, Neustadt), Bennet Hein (Elektro-Borck GmbH & Co. KG, Eutin), Unkas Jedlicka (Elektro Strümpell GmbH & Co. KG, Timmendorfer Strand) Luis Maddox Krüger (Elektro Schmidt Sicherheitstechnik GmbHEle Neustadt), Benjamin Leusch (Elektro-Technik Lenkewitz GmbH, Lütjenburg), Falk Miedeck (Baltic Smart Energy GmbH & Co. KG, Neustadt), Alireza Mosafari (Mangels & Mau GmbH, Grönwohldshorst), Thomas Suhr (Mangels & Mau GmbH, Grönwohldshorst), Tim Luca Völker (Elektrofachbetrieb Völker GmbH, Bad Schwartau).

Vorgezogene Gesellenprüfung im Sommer 2025:

Jo Luis Becker (Elektrofachbetrieb Völker GmbH, Bad Schwartau).

Schulstandort Oldenburg:

Knut Losch (dibu-energie Jan Bruhn, Landkirchen/Fehmarn), Luca Nowak (Bugenhagen-Berufsbildungswerk, Timmendorfer Strand), Jerrik Joel Pagel (Bugenhagen-Berufsbildungswerk, Timmendorfer Strand), Marius Dominik Schuch (Bugenhagen-Berufsbildungswerk, Timmendorfer Strand).


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