

Neustadt/Grömitz. Nach der enttäuschenden Derbyniederlage im so wichtigen Duell um den Klassenerhalt in der 3. Handball-Bundesliga gegen den Aufsteiger der HG Hamburg-Barmbek (28:34) haben sich die Verantwortlichen der HSG Ostsee mit Cheftrainer Mirko Spieckermann zusammengesetzt und die sportliche Situation analysiert. Im gemeinsamen Austausch reifte bei Spieckermann selbst die Überzeugung, dass es nun ein Zeichen der Veränderung braucht. Spieckermann erklärt: „Ich möchte mit meiner Entscheidung ein Zeichen setzen und die Mannschaft in Verantwortung nehmen. Die Mannschaft ist jetzt gefordert, sich auf ihre handballerischen Stärken zu besinnen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die individuelle Klasse der Mannschaft da ist, die 3. Liga zu halten. Ich drücke der HSG Ostsee und meinen Spielern für die verbleibenden Partien fest die Daumen und werde dem Verein auch künftig eng verbunden bleiben und weiter unterstützen.“
Auch Geschäftsführer der 1. Herrenmannschaft, Johann Plate, findet anerkennende Worte: „Mirko Spieckermann möchte mit seinem Abgang bewusst ein Signal senden und die Mannschaft wachrütteln. Damit stellt er sich voll und ganz in den Dienst der HSG Ostsee und unseres alles überragenden Ziels – dem Klassenerhalt. Wir danken ihm für sein Engagement, seine Leidenschaft und seine Arbeit in einer extrem herausfordernden Phase.“
Co-Trainer Finn Meiners übernimmt sofort – Kellerduell gegen SC DHfK Leipzig II steht an
Die Nachfolge tritt kein Unbekannter an: Co-Trainer Finn Meiners übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Cheftrainers und wird die Mannschaft bis zum Saisonende führen.
Bereits als Spieler kämpfte er im Trikot der HSG Ostsee erfolgreich gegen den Abstieg – nun steht er an der Seitenlinie in verantwortlicher Position. Neben seiner bisherigen Tätigkeit als Co-Trainer ist der studierte Sportwissenschaftler auch Stützpunkt-Trainer beim DHB und verfügt daher schon in jungen Jahren über fachliche Kompetenz und eine Disziplin übergreifende sportliche sowie menschliche Kompetenz, die ihn zu einem geeigneten Kandidaten für diese Position machen.
Plate hierzu: „Wir sind sehr froh, dass Finn Meiners ohne Zögern zugesagt hat, die Verantwortung zu übernehmen. Er verfügt über großen Handballsachverstand, genießt innerhalb der Mannschaft höchste Akzeptanz und kennt das Umfeld wie kaum ein anderer. Das Vertrauen, das wir ihm bereits als Co-Trainer entgegengebracht haben, gilt auch für seine neue Rolle als Cheftrainer.“
Bereits am Samstag, dem 28. Februar wartet die nächste Herausforderung. Die HSG Ostsee reist zur Reserve des SC DHfK Leipzig nach Sachsen – die letzte große Auswärtsfahrt der Saison. Nach personellem Umbruch tat sich Leipzig II zunächst schwer, stabilisierte sich zuletzt jedoch spürbar. Unabhängig vom Ausgang dieser Partie laufen die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. „Der kurzfristige Personalwechsel ändert nichts an unseren strategischen Planungen. Wie gewohnt beginnen wir im März mit der Bekanntgabe personeller Entscheidungen für die kommende Spielzeit. Den Auftakt bildet die Verkündung des Cheftrainers für die neue Saison. Diese erfolgt in der kommenden Woche“, so Plate abschließend. (red/mg)



