

Pelzerhaken. Unbeschwerte Stunden am Meer, gemeinsames Lachen und neue Erfahrungen auf dem Wasser sammeln, genau darum ging es auch in diesem Jahr bei den Windsurftagen für krebskranke Kinder und ihre Familien in Pelzerhaken. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Surfschule „sail&surf“, dem Verein „Lübeck Hilfe für krebskranke Kinder“ und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) organisiert wird, bietet betroffenen Familien eine willkommene Auszeit vom oft belastenden Alltag. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Krankheit und Therapie, sondern Bewegung, Gemeinschaft und Freude. Die Kinder können gemeinsam mit ihren Geschwistern und Eltern verschiedene Wassersportarten ausprobieren. Neben Windsurfen und Stand-up-Paddling gehörte auch das Opti-Segeln zum Programm. Dabei sammelten viele der jungen Teilnehmenden erste Erfahrungen auf dem Wasser und erleben Momente, die ihnen Selbstvertrauen und Lebensfreude schenken. Sportwissenschaftler und sportpsychologischer Experte Gabriel Blüder vom UKSH betonte die Bedeutung solcher Angebote. Bewegung und gemeinsame positive Erlebnisse seien ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und Nachsorge von Krebserkrankungen. Wer nach einer erfolgreichen Chemotherapie wieder aktiv werde, finde häufig leichter zurück in den Alltag.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt vor sechs Jahren von Thomas Bock und Martina Teves. Unterstützt wird es seitdem von zahlreichen Ehrenamtlichen und Sponsoren. Die Inhaber der Surfschule „sail&surf Pelzerhaken“, Jule Bleich und Sven Heinze, stellen die komplette Wassersportausrüstung sowie Räumlichkeiten für Pausen zur Verfügung. Dank zahlreicher Spenden und des Engagements vieler Ehrenamtlicher konnte das Angebot auf zwei Veranstaltungstage ausgeweitet werden, sodass deutlich mehr Familien dabei sein konnten. (red)




