Alexander Baltz

Update: Prüfungen finden regulär statt  

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Bildungsministerin Karin Prien. (Foto: Frank Peter)

Bildungsministerin Karin Prien. (Foto: Frank Peter)

Update 25. März:
 
Telefonkonferenz der Kultusminister am 25. März: Prüfungen finden statt!
 
Bildungsministerin Karin Prien: "Wir haben beschlossen, das Abitur regulär stattfinden zu lassen. Für uns heißt das, dass die Abiturprüfungen wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden. Für die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland konnten wir durch diesen Beschluss der Kultusminister-Konferenz heute endlich die Klarheit schaffen, die sie brauchen, um sich gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten.“
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Kiel. Bildungsministerin Karin Prien hat heute dem Regierungskabinett in Kiel mitgeteilt, dass sie für eine Absage der Abiturprüfungen und ein Anerkennungsabitur in Schleswig-Holstein plädiert.
 
Dazu gibt die Ministerin folgende Erklärung ab:
 
„Die Schulpflicht ist eine der großen sozialen Errungenschaften und der wichtigste Baustein für Bildungsgerechtigkeit. Die Schule ist ein Lernraum, bei dem es durch die Lernbegleitung unserer Lehrkräfte nicht auf den Bildungsstand der Eltern oder die Ausstattung zuhause ankommen soll. Schülerinnen und Schüler gehen in Schleswig-Holstein 12 beziehungsweise 13 Jahre zur Schule und zeigen dabei Tag für Tag, was sie geleistet haben. Die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, ist das Zeugnis über diesen Bildungsweg. Die Abiturnote setzt sich aus bewerteten Leistungen in Klausuren, in Prüfungen und im Unterricht in zwei Jahren plus der Abiturprüfungen zusammen.
Wir haben in diesem Jahr durch die Ausbreitung des Coronavirus und unsere Maßnahmen dagegen eine außergewöhnliche Situation. Seit dem 16. März ist der Unterricht an Schulen im Land eingestellt. Wann und wie wir den Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen können, kann heute niemand seriös vorhersagen. Ende Juni ist das Schuljahr vorbei.
 
Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können. Wenn wir überhaupt Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein durchführen wollten, müssten wir direkt nach den Osterferien damit beginnen. Dies erscheint derzeit unrealistisch.
Nach ausführlicher Beratung der Fachleute in meinem Ministerium, aber auch mit vielen Länderkollegen komme ich zu dem Schluss, dass wir in diesem Schuljahr die Abschlusszeugnisse als Anerkennungsleistungen aus den bisherigen Noten vergeben sollten. Ich werde daher in der Kultusministerkonferenz vorschlagen, dass wir keine Abiturprüfungen mehr abnehmen, sondern das Abitur und seine Note anhand der bisher erbrachten Leistungen bewerten. Mir ist besonders wichtig, dass wir es schaffen uns zwischen den Bundesländern auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.
 
Die Kultusministerkonferenz hat bereits in der vorvergangenen Woche beschlossen, die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife in dieser Situation gegenseitig anzuerkennen.
Morgen werde ich im Kabinett einen Beschlussvorschlag unterbreiten, auf dessen Grundlage wir das Abitur und die Prüfungen zum Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss und Mittleren Schulabschluss in diesem Schuljahr NICHT abnehmen werden. In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten." (red)


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