Kristina Kolbe

Dahme auf Zukunftskurs - Bürgermeister Behrens: „Wir haben genug Probleme“

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Dahme. Es war nicht das beste Jahr für das Ostseebad, aber gewiss auch kein schlechtes. Das war zumindest der Tenor auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde, zu dem Bürgermeister Harald Behrens am vergangenen Samstag geladen hatte. „Es gibt Handlungsbedarf, wir haben genug Probleme“, stellte Behrens zu Beginn seiner Präsentation fest, in der er die anzugehenden Projekte im Einzelnen vorstellte. Dennoch blieb der Verwaltungschef optimistisch und zeigte den Bürgern in Form eines Wegweisers die Projekte auf, um die man sich im Laufe des Jahres verstärkt kümmern müsse. So sei zum Beispiel der Bauhof verbesserungswürdig. Nach einer Prüfung im vergangenen Jahr wurde dieser teilweise gesperrt und auch der Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter müsse dringend verändert werden.
 
Ebenfalls fand das Haus des Gastes Erwähnung: „Es wurde vergessen. Die obere Ebene wurde aus Brandschutzgründen komplett gesperrt. Es entstehen jedes Jahr 20.000 bis 25.000 Euro Kosten. Das ist zu viel“, so Behrens, der aber auch sieht, dass sich daraus neue Chancen für Dahme ergeben. Ganz konkret sei dies zum Beispiel ein Investor, der bereits bezüglich der Planung eines Ganzjahreshotels in Gesprächen ist, Interesse an dem Haus des Gastes habe, um dort einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen. „Ich hoffe, dass wir dem Investor die Türen öffnen“, sagte Behrens mit Nachdruck.
 
Auch Themen wie die Modernisierung der DLRG- Station und den Investitionsbedarf an der Seebrücke bildeten Teile des Wegweisers für das anstehende Jahr.
 
Als ein positives Beispiel führte der Bürgermeister den Kinderhafen an, der mit wenigen Mitteln herausgeputzt wurde und einen attraktiven Treffpunkt für Gäste und Einheimische biete.
 
Ein Thema, das im vergangenen Jahr für große Aufmerksamkeit gesorgt hatte, blieb natürlich nicht unerwähnt: Das Strand-Spa. „Wir brauchen für so ein Projekt Profis, die davon wesentlich mehr verstehen als ein Bürgermeister“, so Behrens, der die erstklassigen Angebote hervorhob und an die Bürger den Apell richtete, diese auch zu nutzen. Auch über den Bürgerentscheid bezüglich des Schwimmbades müsse man sprechen, so Behrens, der zum Abschluss noch einmal kritisch wurde und feststellte, dass die Unzufriedenheit von Bürgern gegenüber der Gemeindevertreter spürbar sei. „Wir haben Kritik verdient, aber wir machen auch eine Menge“, räumte er ein.
 
Hierzu passte auch der Apell von Veranstaltungsleiter Florian Uthoff, der in Kürze den Tourismus Service verlassen und zu seiner Familie nach Flensburg gehen wird. „Dahme ist einer der schönsten Orte, die ich kenne. Hören Sie auf sich zu streiten. Sie müssen nach vorne gehen“, so Uthoff, wofür er großen Applaus erntete.
 
Tourismusleiterin Ulrike Dallmann blickt voller Zuversicht auf das Jahr 2020 und nutzte die Gelegenheit, um die Meilensteine der Vergangenheit zu feiern, wie das Konzert mit Angelo Kelly, einen sehr umfangreichen NDR-Beitrag und die Überarbeitung des Logos. Die neue Marke „Die Meermacher“ ist nämlich im vergangenen Jahr an den Start gegangen und hat schon jetzt für mehr Sichtbarkeit des Ostseebades gesorgt. Das ist es auch, woran man in diesem Jahr verstärkt weiter arbeiten wolle, damit Dahme auf der Landkarte wieder wahrgenommen werde, so Dallmann. Abschließend äußerte die Tourismusleiterin noch einen Wunsch: „Unsere Arbeit und die Menschen die dahinter stehen verdienen Respekt, also seien Sie freundlich zu uns“.
 
Jedes Jahr bekommen außerdem verschiedene Vereine aus Dahme die Möglichkeit sich auf dem Neujahrsempfang zu präsentieren. Unter anderem nutzte die Feuerwehr dieses Angebot, die einen Zuwachs von 8 Mitgliedern vermelden konnte.
 
Am Ende bedankte sich Bürgermeister Harald Behrens noch einmal bei Ulrike Dallmann und Florian Uthoff und bekräftigte, dass sich bereits sehr viel gedreht habe. „Wir sind erst am Anfang und der Weg ist noch weit“, so Behrens. (ko)


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