Marlies Henke

„fanfarissimo – unerhört – caritativ“

Jetzt verfügbar: neues Benefiz-Album mit 12 Fanfaren

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Neustadt in Holstein. Gut für die Ohren, gut fürs Gemüt und gut für andere: Das neue musikalische Album „fanfarissimo – unerhört – caritativ“ ist ab sofort online verfügbar. Zu hören gibt es 12 Fanfaren aus der Feder von Neustadts Kirchenmusiker Andreas Brunion, eingespielt von den „Philharmonic Trumpets Lübeck“.
 
90 Prozent der Erlöse aus dem Verkauf des digitalen Albums werden zugunsten des Fritz-Bauer-Projektes von Keren Hayesod „Eine Heimat für Überlebende des Holocaust“ in Beersheva (Israel) gespendet. Den Download gibt es für 4,99 Euro unter www.12fanfaren.balticum-verlag.de.
 
Die Entstehung
Angefangen hatte alles - ja eigentlich mit Corona. Gottesdienste und Konzerte fanden ab März letzten Jahres nicht mehr statt, doch dank des sogenannten „Turmblasens“ bekam man in Neustadt trotzdem etwas Geistliches zu hören. Am 20. März erklomm Andreas Brunion zum ersten Mal den 56 Meter hohen Kirchturm der Stadtkirche, um von dort aus mit seiner Trompete ein musikalisches Zeichen zu setzen (der reporter berichtete).
„So begann eine Serie von Aufstiegen, deren Verlauf ich nicht ahnte. Gehe ich 40 mal hinauf, reicht es dann, oder 70 mal? Mittlerweile sind die 200 überschritten“, berichtet Andreas Brunion.
Zu Ostern schrieb der Kirchenmusiker eine zweistimmige Fanfare, zu Pfingsten brachte er eine weitere zu Papier. „Dann kam der Schritt aus zwei Stimmen mach drei. Seitdem spiele ich mit Philharmonikern aus Lübeck“, erzählt Brunion. Mittlerweile sind 12 dreistimmige Fanfaren und daraus das Fanfarenprojekt „fanfarissimo – unerhört – caritativ“ entstanden.
 
Das Album
Das digitale Album umfasst Fanfaren für drei Trompeten, denen Choräle wie „Danket dem Herrn“, „Tochter Zion“, „Lobe den Herren, den ma¨chtigen Ko¨nig der Ehren“, „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ zugrunde liegen. Gespielt werden sie von den „Philharmonic Trumpets Lübeck“ Joachim Pfeiffer, Matthias Krebber und Lukas Paulenz.
 
Das Projekt
Rund 180.000 Überlebende des Holocaust leben heute noch in Israel, jeder Dritte unterhalb der Armutsgrenze. Viele von ihnen verfügen nicht über die Mittel, um sich eine eigene Bleibe auf dem regulären Markt leisten zu können. Die Amigour-Zentren kümmern sich um sozial benachteiligte Senior*innen und stellen ihnen Wohnungen zu erschwinglichen Mieten sowie Betreuungsangebote zur Verfügung. In Beersheva soll ein Neubau das bestehende Amigour-Zentrum um 111 Apartments erweitern und helfen, die Not der Überlebenden zu lindern. Um die planmäßige Fertigstellung bis 2023 zu ermöglichen, sammelt die Organisation Keren Hayesod unter der Schirmherrschaft von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Mittel für drei Stockwerke.
„Das diesjährige Jubiläum 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnert uns zutiefst, wie sehr jüdisches Leben bei uns verankert war. Mir reicht es nicht, gegen Antisemitismus zu kämpfen, sondern ich möchte etwas für meine jüdischen und israelischen Freunde tun“, sagt Andreas Brunion. (he/red)


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