Kristina Kolbe

FFW Neustadt: Neue Fahrzeuge, neue Kameraden, neue Herausforderungen

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Neustadt. Es war eine gut besuchte Jahreshauptversammlung mit ausgelassener Stimmung, die Wehrführer Alexander Wengelewski am vergangenen Freitagabend eröffnete. Denn die Themen waren größtenteils erfreulich. In der Einsatzabteilung befinden sich 84 Mitglieder, hinzu kommen Zweitmitglieder und Mitglieder aus anderen Verbänden, wie stellvertretender Stadtwehrführer Sebastian Papke vermeldete. Insgesamt zählte der Personalkörper der Neustädter Wehr 190 Personen.
 
Dann richtete sich der Blick auf die Einsatzbilanz der Freiwilligen Feuerwehr. 306 Mal mussten die Kameraden ausrücken. Das sei der höchste Einsatzstand in der 150-jährigen Geschichte der Wehr. André Hasselmann von der Feuerwehr Oldenburg brachte es wie folgt auf den Punkt: „Wir leben in einer Vollkaskomentalität. Wenn ein Ast auf der Straße liegt, kann auch mal selbst Hand angelegt werden“, mahnte der befreundete Wehrführer, der damit einen Appell an die Bevölkerung richtete und zu mehr Nachbarschaftshilfe und Eigeninitiative aufrief.
 
Auch eine schmerzliche Erfahrung musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr machen. Denn bei einer Brandwache beim Osterfeuer in Pelzerhaken wurde ein Kamerad angegriffen und erlitt durch eine „Kopfnuss“ eine Gehirnerschütterung. „Gewalt gegen Einsatzkräfte geht gar nicht“, bekräftigte der Wehrführer.
 
Denn bei jedem Einsatz würden sich die Männer und Frauen zum Wohle der Gemeinschaft in Gefahr begeben und sind immer bereit, ihre Gesundheit und ihr Leben zu riskieren. Zudem leisten sie hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit und vertiefen ihr Können neben den Einsatzdiensten durch Fortbildungen, Übungen und Lehrgänge. Es gebe Kameraden, die neben ihrer 40-Stunden Arbeitswoche weitere 20 Stunden im Dienste der Feuerwehr ableisten - alles freiwillig, so Wengelewski und weiter: „Für einige von uns sind 60-Stunden Wochen ganz normal“.
 
Und dass es bei der Feuerwehr auch gefährlich werden kann, haben einige Einsätze im vergangenen Jahr gezeigt. „Mit der steigenden Zahl der Alarmierungen ist leider auch die Zahl der verletzten Feuerwehrleute gestiegen. 14 Kameraden wurden in Ausübung ihres Feuerwehrdienstes verletzt“, berichtete Wengelewski.
 
„Wir alle sind ein Zahnrad im großen Getriebe der Feuerwehr Neustadt, welches hervorragend läuft“, bedankte sich der Wehrführer abschließend bei seiner Mannschaft.
 
Auch Bürgermeister Mirko Spieckermann fand lobende Worte für die Feuerwehr: „Die Feuerwehr ist unverzichtbar für unser Gemeinwesen und ein wichtiger Eckpfeiler unserer Stadt. Ich bin sehr stolz auf die Professionalität und Effektivität dieser hoch motivierten Mannschaft“.
 
Erfahren Sie alles weitere über die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt im Interview mit Alexander Wengelewski auf www.der-reporter.de. (ko)
 
Ehrungen:
Timo Groß, Torsten Kröger, David Rabe, Toni Stockheim (20 Jahre); Matthias Fiehn (30 Jahre); Hartmut Schuh (40 Jahre); Gerd Bumann, Jajo Oosting, Hermann Pook, Rolf Zimpel (50 Jahre); Eckhardt Wellm (60 Jahre); Sascha Maas (Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst).
 
Beförderungen:
Feuerwehrmann/-frau: Pascal Fuchs, Kristijan Jakovic, Ian Maaß, Jannik Schau, Fredrik Schultz, Maya Tiedtke; Oberfeuerwehrmann: Kevin Goesch, Jan Kraft, Timo Plön, Max Preuß, Nikolas Radomirovic; Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne: Dominik Stude; Oberlöschmeister: Jan Johannsen.


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