Kristina Kolbe

"Flaschenpost" - ein Kunstprojekt der Grundschule Grömitz

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Grömitz. Auf das Thema „Flaschenpost“ kam Kulturvermittlerin und selbsternannte Wortwerkerin „HannaH Rau“ ganz schnell, als sie für das Projekt der 3a der Grundschule Grömitz an der Ostsee angefragt wurde. Kunst mit einem Bezug zur Ostsee sollte umgesetzt werden, da lag die Flaschenpost natürlich nah. Was nicht nah lag war, dass die Briefe auch gefunden werden und die Kinder garantiert eine Antwort erhalten. Also sorgte die Wortwerkerin dafür, dass die Finder den Kindern auch antworten können, sofort und per E-Mail.
 
Wie die Klasse diesen Gedanken umgesetzt hat, kann man ab jetzt für die nächsten knapp zwei Wochen in einem leerstehenden Geschäft in der Seestraße begutachten, das durch die Firma Ahrens Immobilien zur Verfügung gestellt wurde. Dort hängen von den Kindern gemalte Bilder, die eine Flaschenpost und den dazugehörigen Brief zeigen. In den Bildern ist außerdem ein QR-Code zu finden, über den man auf den Brief antworten kann. Scannt man den Code gelangt man zu einer automatischen E-Mail-Antwort, in der der Künstlername des Urhebers oder der Urheberin angezeigt ist, damit die Schule die Antworten auch entsprechend zuordnen kann.
 
Um die Identität der Kinder zu schützen, wurden natürlich nicht die echten Namen gewählt, sondern Künstlernamen, die sich die Kinder selbst ausgedacht haben.
 
Die Möglichkeit, direkt eine Antwort zu verfassen, soll den Kindern auch ein Erfolgserlebnis schenken. Es sei ein bisschen, wie sich einen Kindheitstraum zu erfüllen. „Ich schmeiße eine Post in die Welt und die Post wird gefunden“, sagte Hannah Rau am Tag der Ausstellungseröffnung. Für die Kinder sei dies eine wichtige Erfahrung in Sachen Selbstwirksamkeit. Was die Kinder geschrieben haben und wie jeder und jede Einzelne die Idee „Flaschenpost“ umgesetzt hat, kann noch bis Ende nächster Woche in der Seestraße begutachtet werden. Wer möchte, darf natürlich gern eine Antwort verfassen.
 
Des Weiteren werden die Kinder ihre Kunstwerke auch verkaufen. Gebote können bei Sören Muchow von der Firma Ahrens Immobilien in der Seestraße 26 abgegeben werden. Die Erlöse werden zur einen Hälfte an die Ukrainer und Ukrainerinnen gehen, die derzeit in den Notunterkünften in Grömitz untergebracht sind. Die andere Hälfte werde beim nächsten Klassenausflug in Eiscreme investiert.
 
Gefördert wurde dieses Projekt vom Bildungsministerium, das die Honorare der Künstlerin übernomen hat. Die Austellungseröffnung wurde mit Getränken von Rewe Haase und kindgerechten Speisen von Familie Heinrich vom Restaurant Seaside unterstützt. (ko)


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