Petra Remshardt

Historischen Inhalt für die Nachwelt bewahren - Überführung einer Danke-Schleife in die Corona-Zeitkapsel des zeiTTors

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Pauline Albrecht, Bürgermeister Mirko Spieckermann, Lia Albrecht und Heike Rhein (v. lks.) bei der bei der Schleifen-Überführung vor dem Rathaus.

Pauline Albrecht, Bürgermeister Mirko Spieckermann, Lia Albrecht und Heike Rhein (v. lks.) bei der bei der Schleifen-Überführung vor dem Rathaus.

Neustadt. „Dies heute ist ein ganz besonderer Termin in einer ganz besonderen Zeit“, sagte Bürgermeister Mirko Spieckermann. Im Fokus standen dabei zwei Kinder. Anfang Mai diesen Jahres stellten Pauline und Lia Albrecht Danke-Schleifen her, die sie überall dort anhängten, wo Menschen leben oder arbeiten, die sich für ihre Mitmenschen engagieren. Eine Schleife hängten sie an die Tür des Rathauses von Neustadt. Diese Danke-Schleife soll als Zeugnis für Dankbarkeit und Wertschätzung für die Arbeit trotz und wegen der Corona-Pandemie der Corona-Zeitkapsel des zeiTTors zugeführt werden.
 
Das Corona-Zeitkapselprojekt hat zum Ziel, typische Objekte der Coronazeit zu sammeln und in einer Zeitkapsel im zeiTTor für die Nachwelt zu bewahren. „Wir erleben aktuell ein Zeitabschnitt, von dem vermutlich noch in hunderten von Jahren in den künftigen Geschichtsbüchern berichtet werden wird. Die Entwicklung dieses globalen Weltgeschehens wirkt sich nicht nur auf den individuellen Alltag der Menschen aus, sondern hat auch unabsehbare Folgen für Weltpolitik und -wirtschaft zur Folge. Eines Tages werden wir zurückblicken und uns an diese besondere Zeit erinnern“, erläuterte Mirko Spieckermann. Um diese Erinnerungen mit typischen Gegenständen wach zu halten, möchten Heike Rhein, kulturschaffende Neustädterin, Thomas Schwarz, faktischer Fotoarchivar der Stadt Neustadt, und Dr. Frank Wilschewski, Leiter des zeiTTors, eine sogenannte „Zeitkapsel“ erstellen. Um dieses Projekt zu unterstützen, sind alle Bürger und Kinder aufgerufen, Gegenstände, Fotos, Bilder oder Texte zur Verfügung zu stellen, die allgemein oder für sie ganz persönlich die Corona-Pandemie dokumentieren. Dies können zum Beispiel Mund-Nasen-Bedeckungen, Aushänge, Flyer, Absperrschilder, Markierungsbänder, Zeitungsartikel, Briefe oder eigene Texte sein. Besonders freut sich das Zeitkapsel-Team darüber, wenn einige persönliche Notizen der Spender erklären, welche persönliche Bedeutung der jeweilige Gegenstand vor dem Hintergrund von Corona hat. Die Objekte können ab sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie nicht mehr benötigt werden, im zeiTTor während der Öffnungszeiten dienstags bis samstags von 10.30 bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr abgegeben werden. Fotos können per E-Mail an Thomas Schwarz unter schwarz.neustadt@t-online.de geschickt werden.
 Die fertige Zeitkapsel soll im Magazin des zeiTTors aufbewahrt werden und dort „schlummern“, um nach einem, fünf, 10 oder gar 50 Jahren wieder hervorgeholt zu werden und den historischen Inhalt zu präsentieren. (red/mg)


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