Marco Gruemmer

Kellenhusen baut neues Wassersportzentrum

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Kellenhusen. Das Ostseebad Kellenhusen entwickelt sich mehr und mehr zum Hotspot für Surfer. Einige Weltklasseathleten, darunter deutsche Spitzensurfer, nutzten bereits die optimalen Windbedingungen der letzten Wochen, um sich statt in südlichen Gefilden in Kellenhusen auf die Saison vorzubereiten.
 
Nun soll als nächster Schritt auch die notwendige Infrastruktur angepasst werden. Das Wassersportzentrum am Kellenhusener Südstrand, dessen Kern die Surfschule ist, muss dringend erneuert werden. Seit mindestens 2015 laufen hierzu schon die Gespräche. Das ehemalige Häuschen eines Strandkorbvermieters ist denkbar ungeeignet und platzt aus allen Nähten. Auch aus baurechtlichen Gründen bedarf es einer verbindlichen Regelung. Nachdem mit dem Kreis Ostholstein im letzten Jahr eine Einigung über einen möglichen Neubau erzielt wurde, konnten die konkreten Planungen losgehen. Die wurden von Architekturstudenten der Hochschule Wismar erstellt und liegen nun vor.
 
„Da es sich bei den Surfern überwiegend um eine junge Klientel handelt, sollten die Planer der neuen Surfschule nicht älter als die zukünftigen Nutzer sein“, erläuterte Touristikleiter Raymond Kiesbye die Vorgehensweise. Nach kurzer Suche wurde zwei Studenten der Hochschule Wismar gefunden, die sich des Themas annahmen. Im Laufe des Wintersemesters 2020/2021 waren beide des Öfteren vor Ort, brachten ihre Gedanken anschließend zu Papier und stellten ihre Planung im Tourismusausschuss der Gemeinde vor.
 
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freute sich Bürgermeisterin Nicole Kohlert, die zusammen mit der Inhaberin der Wassersportschule, Noemi Niestrath, die Planungen begleitet hat. „Es kommt alles sehr stylisch rüber und spricht die jungen Besucher an. Außerdem hat alles nun ausreichend Platz und Lagerfläche.“ Besonders wichtig war den beiden Studenten die Sichtbarkeit von der Promenade her und eine ausreichend große Außenfläche zum „Chillen“. Besonders die auffallenden Dachkonstruktionen, die an Windsurfsegel erinnern, fallen sofort ins Auge.
 
Die Kurverwaltung Kellenhusen ist als Bauherrin von der Gemeindevertretung beauftragt worden und hat die Kosten von 300.000 Euro in ihrem Wirtschaftsplan vorgesehen. Touristikleiter Raymond Kiesbye hofft, dass in diesem Herbst mit dem Abriss und dem Neubau begonnen werden kann. Das daneben befindliche Toilettenhäuschen ist in der Bausubstanz solide und wird daher nur umgebaut und aufgehübscht.
 
„Mit dem umweltfreundlichen und nachhaltigen Neubau“, so hoffen Nicole Kohlert und Raymond Kiesbye, „können wir Kellenhusen als Hotspot für Kite- und Windsurfer auch qualitativ weiterentwickeln.“ (red/mg)


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