Petra Remshardt

Kloster-Sanierung kann beginnen

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Dirk Thiemann (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen) mit Ingo Gädechens (lks.).

Dirk Thiemann (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen) mit Ingo Gädechens (lks.).

Cismar. Jetzt geht es bald los: Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im vergangenen November eine Bundesunterstützung in Höhe von 800.000 Euro für das Kloster Cismar beschlossen hat, rückt die Umsetzung der Arbeiten immer näher. Der ostholsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens hat dazu bei der Kulturstaatsministerin die Erlaubnis für einen sogenannten „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ angefragt. Dies wurde nun - wie der Abgeordnete dem verantwortlichen Planer Dirk Thiemann von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen bei einer spontanen Kurzvisite im Kloster Cismar mitteilen konnte - positiv beschieden. Auch wenn der formale Zuwendungsbescheid aus Berlin noch nicht eingetroffen ist, können die Bauarbeiten damit schon jetzt beginnen.
„Das Kloster Cismar schlummert in gewisser Weise in einem Winterschlaf“, so Gädechens. „Ich sehe sehr viel kulturelles und touristisches Potenzial in dieser landesweit einzigartigen Klosteranlage und habe mich daher mit ganzer Überzeugung für eine Bundesförderung eingesetzt. Ebenso sehr unterstütze ich, dass schnellstmöglich mit den konkreten Arbeiten angefangen werden kann.“ Dann, so der CDU-Politiker, seien schon bald wieder kulturelle Veranstaltungen im Gewölbesaal für alle erlebbar. „Dazu war das ‚OK‘ aus Berlin vor allen Dingen für die zeitnahe Nutzung des Gewölbesaals sehr wichtig, damit verschiedene Abläufe parallel stattfinden und die Bauarbeiten damit schnellstmöglich beginnen können.“
Mit Hilfe der Bundesmittel ist die Umsetzung von drei Maßnahmeblöcken in den kommenden Jahren vorgesehen. In einem ersten Schritt geht es um die Wiederinbetriebnahme des Gewölbesaales als Veranstaltungs- und Konzertsaal. Dazu sind umfangreiche Baumaßnahmen notwendig, die insbesondere auch eine größtmögliche Barrierefreiheit inklusive Einbau eines Aufzugs herstellen. Ein zweiter Punkt betrifft die Wiederherstellung einer maroden Holzbrücke, um so eine wichtige fußläufige Verbindung zum Klostergelände wieder nutzen zu können. Abgeschlossen wird das Gesamtkonzept von der baulichen und kulturellen Erhaltung und Inwertsetzung des gesamten historischen Ensembles mit seinen fünf Gebäuden und drei Zuwegungen über den Klostergraben. (red)


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