Marco Gruemmer

Lensahn: „Leuchtende Kinderaugen sind unser Bestreben“

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Die Mitglieder während der Jahreshauptversammlung Anfang November mit dem 1. Vorsitzenden Ulrich Schaardt (5. v. re.) und dem 2. Vorsitzenden Marcus-Oliver Lange (2. v. lks.).

Die Mitglieder während der Jahreshauptversammlung Anfang November mit dem 1. Vorsitzenden Ulrich Schaardt (5. v. re.) und dem 2. Vorsitzenden Marcus-Oliver Lange (2. v. lks.).

Lensahn. Denkt man an Motorradclubs, kommten einem schnell bärtige, kräftige und schwarz gekleidete Biker in mit Abzeichen behafteten Kutten in den Sinn, die keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gehen und auf ihren heißen Öfen für Angst und Schrecken sorgen. Mag es geben. Doch ist dieses Klischee längst nicht auf alle Fahrgemeinschaften zu übertragen. In diesen besagten Kutten verbirgen sich oft liebevolle Menschen, die nichts mit den beschriebenen Vorurteilen gemeinsam haben. Ganz im Gegenteil sogar.

 

Zu den Ausnahmen gehört der Verein Riding Guardians Biker für Kids Baltic Coast e.V. Dies ist ein ehrenamtlicher Verein mit Sitz in Lensahn. Die Bikerinnen und Biker haben es sich zur Aufgabe gemacht, hilfsbedürftige, erkrankte sowie von Mobbing betroffene Kinder zu begleiten. Ebenso unterstützt der Verein soziale Kinder- und Jugendeinrichtungen mit Charity-Veranstaltungen und Spendenaktionen. „Uns alle verbindet das Motorradfahren, welches wir in den Dienst der guten Sache stellen wollen. Leuchtende Kinderaugen sind unser Bestreben“, erläutert der 1. Vorsitzende Ulrich Schaardt im Gespräch mit dem reporter.

 

Der Club hat sich im August 2021 gegründet und besteht aktuell aus 12 Mitgliedern und einem Unterstützer. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 10 Euro im Monat plus eine einmalige Aufnahmegebühr von 30 Euro. Zu den bisherigen Aktivitäten des Vereins zählten beispielsweise die Übergabe von Sachspenden an „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ in Pansdorf sowie eine Ausfahrt mit Kindern des SOS-Kinderdorfes in Lütjenburg. „Wir unterstützen gerne wohltätige Vereine, die mit Kindern arbeiten und auf deren Veranstaltungen wir Präsenz zeigen“, so Ulrich Schaardt mit dem Hinweis, dass der Verein auf Spendengelder angewiesen ist.

 

In Sachen Mobbing haben alle Mitglieder eine Ausbildung absolviert, um potenzielle Opfer (bis 18 Jahre) zu betreuen, sie zu beschützen und ihnen den Rücken zu stärken. Jedes Kind erhält dabei zwei Ansprechpartner aus dem Verein.

 

Wer Interesse hat, vielleicht ein Kind oder eine Einrichtung kennt, welcher die Riding Guardians zu Seite stehen können, der meldet sich gerne per WhatsApp unter 0175/6102990 oder unter E-Mail balticcoast@riding-guardians.de. (mg)


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