Marco Gruemmer

Missglückter Diebstahl einer Motoryacht

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Einsatzkräfte vom Polizeirevier Neustadt brachten den durchnässten Bootsdieb in das Zentrale Polizeigewahrsam Lübeck.

Einsatzkräfte vom Polizeirevier Neustadt brachten den durchnässten Bootsdieb in das Zentrale Polizeigewahrsam Lübeck.

Neustadt. In der Nacht von Sonntag auf Montag (7. auf den 8. Juni) versuchte ein 25-jähriger Mann, eine in einem Neustädter Yachthafen festgemachte Motoryacht zu entwenden.
 
Den bisherigen Ermittlungen zufolge war es dem Mann gegen 23.30 Uhr gelungen, die Dieselmotoren des Bootes zu starten. Damit glaubte der 25-jährige offenbar, alle Voraussetzungen für die beabsichtigte Bootstour nach Fehmarn erfüllt zu haben und nahm Fahrt auf – jedenfalls soweit, wie dies mit einem fest vertäuten Boot möglich ist.
 
Nachdem die 300 PS der beiden Dieselmotoren den Widerstand der Festmacherleinen überwunden hatten und die backbordseitigen Klampen aus dem Deck der Yacht herausgerissen wurden, war die nächtliche Bootstour der 11,5 Meter langen Motoryacht auf der gegenüberliegenden Seite des Yachthafens auch schon wieder beendet, weil es dort zum Zusammenstoß der losgeschnellten Motoryacht mit fünf an einem Steg vertäuten Segelyachten kam.
 
Alle sechs beteiligten Boote wurden zum Teil nicht unerheblich beschädigt, der 25-jährige Ostholsteiner fiel im Zuge der Zusammenstöße mit den anderen Booten in das Wasser des Hafens.
 
Einsatzkräfte vom Polizeirevier Neustadt brachten den durchnässten Bootsdieb in das Zentrale Polizeigewahrsam Lübeck, während durch die Beamten des Wasserschutzpolizeirevieres aus Travemünde vor Ort die wasserseitig erforderlichen Ermittlungen durchgeführt wurden.
 
Dem Beschuldigten wurden wegen des Verdachts des Konsums von Alkohol und anderer berauschender Mittel Blutproben entnommen, es musste ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs unter berauschenden Mitteln und dem besonders schweren Fall des Diebstahls eingeleitet werden. (red)


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