Petra Remshardt

Neuer Seenotrettungskreuzer in Dienst gestellt

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Der Seenotrettungskreuzer SK 41 passiert die Einfahrt zum Grömitzer Hafen, in dem er fortan stationiert ist.

Der Seenotrettungskreuzer SK 41 passiert die Einfahrt zum Grömitzer Hafen, in dem er fortan stationiert ist.

Foto: Foto: Die Seenotretter - DGzRS/Peter Neumann, YPS Collection

Grömitz. Der jüngste Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist am Sonntag, dem 31. Januar auf seiner Station in Grömitz eingetroffen. Das gut 28 Meter lange Spezialschiff wird vorerst unter der internen Bezeichnung „SK 41“ im Einsatz sein.
Nach etwas mehr als einem Jahr Bau- und Erprobungszeit ist der Seenotrettungskreuzer SK 41 auf seiner Station im Grömitzer Hafen angekommen. Auf den letzten Seemeilen der Überführungsfahrt von der Fassmer-Werft in Berne (Niedersachsen) wurde „der Neue“ unter anderem vom bislang in Grömitz stationierten Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ begleitet. Die neue Rettungseinheit ist ab sofort das Einsatzmittel der Mannschaft um Vormann Markus Davids.
„SK 41“ hatte im Vorfeld umfangreiche Tests und Probefahrten absolviert. So musste der neue Seenotrettungskreuzer unter anderem beim Schleppen der 46 Meter langen „Hermann Marwede“/Station Helgoland seine Zugkraft demonstrieren, unter Maschinen-Volllast seine Zuverlässigkeit beweisen und bei voller Fahrt harte Kursmanöver durchführen. Details zum Bau und zur Erprobung gibt es zum Nachlesen im Werfttagebuch auf der Webseite der Seenotretter unter www.seenotretter.de/werfttagebuch.
Finanziert wurde der neue Seenotrettungskreuzer überwiegend aus einer großzügigen Erbschaft zugunsten der DGzRS. „Zuwendungen aus Nachlässen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter und ein sehr großer Vertrauensbeweis“, erläutert DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler. Wann „SK 41“ und sein Tochterboot „TB 45“ bei einer Taufe ihre endgültigen Namen erhalten, ist noch offen.
Neubau ersetzt den Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“
Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse löst im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte die „Hans Hackmack“ auf der Station Grömitz ab. Dieser 1996 in Dienst gestellte Seenotrettungskreuzer wird künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen.
Eckdaten des neuen Seenotrettungskreuzers
Länge über alles: 27,90 Meter, Breite über alles: 6,20 Meter, Tiefgang: 1,95 Meter, Geschwindigkeit: 24 Knoten (circa 45 km/h), Besatzung: 9/4 Personen (Stamm/Einsatz), Antrieb: zwei Propeller je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS, Verdrängung: 120 Tonnen.
Die Einheiten der jüngsten und modernsten Seenotrettungskreuzer-Klasse sind an wichtigen Küstenpunkten stationiert. Ihr Einsatzgebiet ist das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See– bei jedem Wetter und auch unter extremsten Bedingungen. Die Spezialschiffe werden vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem als Selbstaufrichter gebaut.
Besondere Merkmale sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden wiederaufzurichten. In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne führen die 28-Meter-Einheiten jeweils ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich, das auf See unabhängig vom Mutterschiff agieren kann. (red)


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