Alexander Baltz

Tourismus-Service Grömitz hofft auf schnelle Perspektiven

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Grömitz im Dornröschenschlaf: Normalerweise wäre die Promenade am frühen Nachmittag ein lebendiger Ort.

Grömitz im Dornröschenschlaf: Normalerweise wäre die Promenade am frühen Nachmittag ein lebendiger Ort.

„Wir sind jederzeit startklar“
 
Grömitz. Für Ende April ist es ein ungewohntes Bild in Grömitz. Auf der Promenade herrscht gähnende Leere. Nur vereinzelt flanieren einige wenige Spaziergänger. Seit Anfang November sind Beherbergungsbetriebe für touristische Übernachtungen in Schleswig-Holstein geschlossen. Vier ausgewählte Modellregionen im Land wollen unter wissenschaftlicher Beobachtung und umfangreichen Hygienekonzepten vorsichtige Öffnungsschritte wagen, von denen bisher nur die Schlei-Region an den Start gegangen ist. Eine weitere aktive Modellregion soll ab kommenden Samstag (1. Mai) Nordfriesland mit Sylt, Amrum und Föhr sein. Die innere Lübecker Bucht muss wohl noch warten. Im Ostseeferienland hatte sich auch Grömitz für eine solche Modellregion beworben, ist aber vom Land nicht ausgewählt worden (der reporter berichtete). Während die Modellregionen also ihrem teilweise noch unklaren Öffnungsdatum immerhin entgegenfiebern können, gibt es in Grömitz noch gar keine Perspektive für den Tourismus.
 
 
Dabei könne man jederzeit loslegen, wenn man denn nur dürfe, so Jacqueline Felsmann (Marketing) und Jan Femerling (Veranstaltungen) vom Tourismus-Service Grömitz im Gespräch mit dem reporter. „Es ist für alle eine schwierige Situation. Wir hängen in der Luft und sehnen uns nach Normalität“, betonen die beiden Touristiker. Das Dilemma: Man kann nichts planen, obwohl die Pläne auf dem Tisch liegen. „Wir haben bereits seit Ostern ein Programm vorbereitet, so dass jederzeit mit dem Tourismus bei uns gestartet werden kann. Dabei setzen wir gezielt auf unser bewährtes Konzept aus dem vergangenen Jahr und wollen wieder den Kurpark als Veranstaltungsort aktivieren“, erklärte Jan Femerling. Klar ist: Großveranstaltungen wie „Ostsee in Flammen“ und „Xletix“ stehen auf der Kippe. Hierzu soll es Ende Mai endgültige Entscheidungen geben.
 
 
Aber gerade für Tagesgäste (ohne Übernachtungen) und Einheimische könne es bei Lockerungen auch ein abgespecktes Programm geben. Die Konzepte des TSG ermöglichen es, jede Veranstaltung in ein exklusives und sicheres Event zu verwandeln mit einer überschaubaren Anzahl an Gästen, um genügend Abstand zu ermöglichen. Hierzu gehören auch die geplanten Auftritte von Olli P. und Groove Coverage am 24. Juli, die eigentlich im Rahmen der Grömitzer Hafenklänge im Yachthafen stattfinden sollen, aber vermutlich auch in den Kurpark verlegt werden. An diesen Veranstaltungs-Höhepunkten soll festgehalten werden. Sobald das „Go“ von der Landesregierung für den Tourismus kommt, werden auch Exkursionen, Strandwanderungen sowie Fahrradtouren wieder starten. Felsmann und Femerling betonen: „Wir fangen nicht wie im vergangenen Jahr wieder bei Null an. Unsere Konzepte haben sich 2020 bewährt und wir sind jederzeit startklar!“ (ab)


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