Gesche Muchow

Zusammenlegung der Notfallgruppen - Besorgte Eltern mit der Entscheidung der Schulen unzufrieden

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Die Notfallbetreuung der Neustädter Schulen soll zusammengelegt werden.

Die Notfallbetreuung der Neustädter Schulen soll zusammengelegt werden.

Foto: Gesche Muchow

Neustadt. Die Notfallbetreuung in Kitas und Schulen wird bis zum 19. April fortgesetzt. Beschäftigte in Krankenhäusern und anderen systemrelevanten Bereichen können ihre Kinder weiterhin betreuen lassen.
 
Der Erlass der Landesregierung vom 20. März sieht außerdem vor, dass für Kinder von Personen, die in einer akutversorgungsrelevanten Einrichtung des Gesundheitswesens (insbesondere Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst und Apotheken) - oder einer Pflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Pflegedienst tätig sind, es ausreicht, wenn ein Elternteil des Kindes dort tätig ist, um die Notfallbetreuung in Anspruch zu nehmen.
 
In Neustadt sorgt nun die von der Jacob-Lienau-Schule und der Grundschule geplante Zusammenlegung der Notfallbetreuungen in den Räumlichkeiten jeweils einer Schule für Furore.
 
Viele betroffene Eltern sehen diesen Plan sehr kritisch und befürchten, dass sich durch die Zusammenlegung die Ansteckungsgefahr erhöht und zudem gerade bei den Grundschülern durch den Ortswechsel und die fremden Betreuer eine große Verunsicherung in dieser ohnehin schon für alle belastenden Zeit entstehe. Auch die Stadt Neustadt sieht den Plan der Schulen kritisch: „Wir achten im Bereich der Kindergärten, Krippen und Kitas und auch in der Verwaltung selbst streng darauf, dass alles getrennt bleibt und so wenig Kontakte wie möglich stattfinden. Wir wollen keine Durchmischung“, betonte Bürgermeister Mirko Spieckermann. Ordnungsamtsleiter Klaas Raloff ergänzte: „Es macht Sinn für jede Einrichtung eine Betreuung vorzuhalten. Zumal davon auszugehen ist, dass der Betreuungsbedarf noch ansteigen wird“. Doch die Ausgestaltung dieser Betreuung liege in der Zuständigkeit der Schulleitung und nicht beim Schulträger.
 
Schulleiterin der Grundschule Michaela Grave erklärte auf Nachfrage des reporters die Entscheidung der Schulen wie folgt: „Wir halten als Schulen zusammen und wollen Ressourcen schonen“. In der Grundschule stünden derzeit für die Betreuung elf Kollegen zur Verfügung. Daher habe sie sich gemeinsam mit dem Schulleiter der Jacob-Lienau-Schule, Werner Hendricks, zu diesem Schritt entschlossen. Dies sei auch vor dem Hintergrund geschehen, dass man diese Notfallbetreuung wahrscheinlich noch längere Zeit aufrecht erhalten müsse.
 
Auf den Homepages der Schulen wird heute angegeben, dass die Betreuung an beiden Schulen im wöchentlichen Wechsel stattfinden soll. In der kommenden Woche (23. März bis 27.März) findet die Betreuung von 7.45 Uhr bis 13.20 Uhr in der Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule statt.
In der darauffolgenden Woche (30. März bis 3. April) wird die Betreuung von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr an der Grundschule Neustädter Bucht angeboten.
 
Auf Nachfrage des reporters berichtete Michaela Grave, dass sich in der vergangenen Woche drei Grundschüler und ein Gemeinschaftsschüler in den Notfallbetreungen befunden hätten. Außerdem erklärte sie, dass die gesamte Diskussion ohnehin in dem Moment hinfällig würde, sobald mehr als zehn Kinder für die Notfallbetreung angemeldet werden. „Dann müssten wir die Betreuung eh auf zwei Einrichtungen aufteilen“, so Grave.
 
Vor diesem Hintergrund bat sie diejenigen Eltern, die den Betreuungsbedarf haben und für die die Voraussetzungen vorliegen, sich bei den Schulen zu melden, damit vernünftig geplant werden könne. (gm)
 
Anmeldung:
Bei der Jacob-Lienau-Schule per Mail an werner.hendricks@schule.landsh.de oder telefonisch unter 04561/407180.
Bei der Grundschule per Mail an Grundschule-Neustaedter-Bucht.Neustadt@schule.landsh.de oder telefonisch unter 04561/51992-0.


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