Kristina Kolbe

Corona-Test statt Quarantäne

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Ministerpräsident Daniel Günther (re.) gab die Beschlüsse der Länder in Kiel bekannt. (Foto: Staatskanzlei)

Ministerpräsident Daniel Günther (re.) gab die Beschlüsse der Länder in Kiel bekannt. (Foto: Staatskanzlei)

Schleswig-Holstein. Die Landesregierung hat sich auf neue Regelungen für Einreisende aus deutschen Corona-Hotspots verständigt, demnach entfällt die Quarantänepflicht – das haben Ministerpräsident Daniel Günther und Gesundheitminister Dr. Heiner Garg nun in Kiel bekannt gegeben.
 
Damit gilt ab dem 9. Oktober: Wer in einem Beherbergungsbetrieb, wie einem Hotel oder einer Pension in Schleswig-Holstein zu touristischen Zwecken unterkommen möchte, muss beim Check-In einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Das gilt für alle, die aus einem als Risikogebiet ausgewiesenen Ort einreisen wollen. Welche Kreise das sind, wird ab morgen täglich aktualisiert und bekannt gegeben.
 
Wichtig ist, dass Urlauber noch vor ihrer Einreise überprüfen, ob sie zum Zeitpunkt der Einreise aus einem aktuell ausgewiesenen Risikogebiet kommen.
 
Ein guter Richtwert ist dabei die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage auf 100.000 Einwohner. Dieser Wert sollte die 50 nicht überschreiten. Liegt er darüber, wird das Infektionsgeschehen beleuchtet und eingestuft. Kann man das Infektionsgeschehen eindeutig zurückverfolgen, wird die Region vorraussichtlich nicht als Risikogebiet eingestuft. Ist das Infektionsgeschehen nicht nachvollziehbar, wird die Region zum Risikogebiet.
 
Berufspendler und Reisende, die ihre Familien in Schleswig-Holstein besuchen möchten, sind von der Testpflicht ausgenommen. Auch bei Reisen in innerdeutsche Corona-Hotspots ist nach der Rückkehr keine Testung erforderlich.
 
Oberstes Ziel der Landesregierung sei es, die schleswig-holsteinische Bevölkerung zu schützen und die Infektionsrate niedrig zu halten, sagte der Regierungschef. Derzeit liege diese bei 8,5 auf 100.000 Einwohner. Das neue vereinbarte Regelwerk werde diesen Ansprüchen gerecht, betonte Günther: „Wir sorgen aber mit diesem neuen Weg für eine praktikablere Lösung.“
 
Möglich mache das auch das jetzt striktere Vorgehen etwa in Berlin, wo die bundesweit vereinbarte Hotspot-Strategie jetzt konsequenter umgesetzt werde, erklärte der Ministerpräsident. So hatte die Bundeshauptstadt beispielsweise eine Sperrstunde angekündigt. Darüber hinaus werde Berlin bei den Inzidenzzahlen ab sofort als Gesamtes betrachtet, nicht mehr bezirksweise, sagte der Regierungschef. „Uns lag an einer vergleichbaren Regelung zwischen den Ländern. Das schafft mehr Planungssicherheit für Reisende, sorgt für ein besseres Verständnis der Regelung und ermöglicht auch eine einheitlichere Bewertung von Hochinzidenzregionen im Inland“, stellte Gesundheitsminister Garg fest. Die derzeit gültigen Verordnungen werden überarbeitet, die neuen Regelungen sollen am morgigen Freitag in Kraft treten. (red/ko)
 
Potentielle inländische Hochinzidenzgebiete sind ab Freitag, 9. Oktober:
 
- Bremen mit 58,1 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Hamm mit 77,8 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Hagen mit 56,2 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Esslingen mit 52,3 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Offenbach am Main mit 51,4 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Landkreis Emsland mit 48,9 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner
- Remscheid mit 59,3 Fällen in den letzten 7 Tage/100.000 Einwohner


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