Alexander Baltz

„Ein Lächeln ohne Maske“ - Sparkasse Holstein unterstützt digitale Sterbebegleitung

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Margret Berner, Klaus Lademann, Dagmar Andersen, Stephanie Kahl und Ute-Maria Bleicker freuten sich gemeinsam über die Unterstützung.

Margret Berner, Klaus Lademann, Dagmar Andersen, Stephanie Kahl und Ute-Maria Bleicker freuten sich gemeinsam über die Unterstützung.

Neustadt. Das Projekt „Niemand soll alleine sterben“ findet weitere Unterstützer. Die Sparkasse Holstein spendete kürzlich für die Aktion des Hospiz- und Palliativverbands Schleswig-Holstein (HPVSH) vier speziell konfigurierte Tablet-Geräte, die von HPVSH-Vorstandsmitglied Dagmar Andersen an den ambulanten Hospizdienst „Beistand am Lebensende“ übergeben wurden. Auf diese Weise können schwerstkranke und sterbende Menschen in Neustadt und Umgebung trotz strikter Besuchsregelungen auf digitalem Weg begleitet werden. Die Begleitung kann mit Hilfe der Tablets vollkommen unabhängig davon stattfinden, ob die betroffenen Personen zu Hause, in der Klinik, im stationären Hospiz oder in der Pflegeeinrichtung untergebracht sind. Die Geräte ermöglichen zudem letzte Kontakte zu An- und Zugehörigen, Seelsorgern, Pflegekräften oder betreuenden Medizinern. Die Handhabung der Tablets ist schnell und unkompliziert.
 
 
Auch für die beiden Koordinatorinnen des Hospizdienstes in Neustadt, Ute-Maria Bleicker und Stephanie Kahl, war es keine Frage, den Weg der digitalen Sterbebegleitung zu versuchen. „Außergewöhnliche Zeiten erfordern ein ungewöhnliches Vorgehen. Denn ein Lächeln ohne Maske, sich nicht alleingelassen fühlen, sich sehen, Gestik und Mimik wahrnehmen – das bedeutet für isolierte, schwerkranke Menschen ein erhebliches Mehr an Lebensqualität. Da, wo persönlicher Kontakt immer noch eingeschränkt ist, möchten wir wenigstens auf dem digitalen Weg mit den gespendeten Tablets da sein, etwas Wärme geben.“
 
 
Wichtig sind Tablets aber auch noch für eine weitere Gruppe: für die über 2.000 ehrenamtlichen Hospizbegleiter in Schleswig-Holstein. Denn von einem Tag auf den anderen waren Sterbebegleitungen kaum mehr möglich - eine enorm belastende Situation. Margret Berner, Kassenwartin des Hospizdienstes in Neustadt, sieht deshalb auch die Perspektiven für die Hospizhelfer des Vereins: „Durch die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht kann der so wichtige persönliche Abschied - wenn auch eingeschränkt - trotzdem gut begleitet werden.“
 
 
Neustadts Sparkassen-Filialleiter Klaus Lademann: „Gern helfen wir mit unserer Zuwendung ‚Beistand am Lebensende‘, sterbenden Menschen ihren letzten Weg so aushaltbar wie möglich zu gestalten“.
 
 
Da die laufenden Kosten (SIM-Karten für die Tablets) durch die Projektpartner vor Ort übernommen werden müssen, sind weitere Spenden willkommen. Für diejenigen, die das Projekt in Neustadt finanziell unterstützen möchten, hat „Beistand am Lebensende“ ein Spendenkonto eingerichtet. (red)


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