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reporter Neustadt

Polizei im Dauereinsatz nach zahlreichen Glätteunfällen

Ostholstein. Die seit Dienstag vorherrschenden Schneefälle bei frostigen Temperaturen stellten die Verkehrsteilnehmenden vor Herausforderungen und führten seit Mitternacht, 29. November, zu 37 Verkehrsunfällen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lübeck. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden.

Während die Anzahl der Verkehrsunfälle im Lübecker Stadtgebiet mit acht Unfällen überschaubar ist, ereigneten sich im Kreis Ostholstein bis 7.30 Uhr siebzehn und mit beginnendem Berufsverkehr nochmals zwölf weitere Verkehrsunfälle. Hierbei rutschten mehrere Fahrzeuge in den Graben bzw. fuhren infolge der Witterung aufeinander auf, sodass es in den Morgen- und Vormittagsstunden zu Verkehrsbeeinträchtigungen im gesamten Kreis Ostholstein kam. Hierbei blieb es bei Sachschäden.

Weniger glimpflich verlief ein Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Norden, der sich gegen 9 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Bad Schwartau ereignete. Nachdem Einsatzkräfte des Polizei-Autobahn-und Bezirksrevieres Scharbeutz einen VW Lupo aus Lübeck absicherten, der zwei Stunden zuvor mit der Außenschutzplanke kollidiert war, kam es zu einem Folgeunfall. Bisherigen Erkenntnissen zufolge befuhr ein 58 Jahre alter Ostholsteiner mit seinem PKW Audi den linken Fahrstreifen der BAB1 in Richtung Fehmarn. Hierbei geriet der PKW auf glatter Fahrbahn ins Schleudern, prallte gegen die Mittelschutzplanke und kollidierte mit dem absichernden Streifenwagen Mercedes. Ein parallel auf dem rechten Fahrstreifen fahrender Sattelzug mit Auflieger aus Polen versuchte noch auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß mit dem Audi sowie dem Streifenwagen jedoch nicht verhindern. Durch den Aufprall wurde der Streifenwagen gegen die Außenschutzplanke geschoben. Zwei Beamtinnen erlitten leichte Verletzungen, eine Polizistin wurde vorsorglich in einem Krankenhaus behandelt. Die Beifahrerin des PKW Audi, in dem insgesamt drei Insassen waren, verletzte sich ebenfalls leicht. Sie wurde ambulant versorgt. Der 42-jährige LKW-Fahrer blieb unverletzt.

Die drei unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtsachschaden ist bislang unbekannt. Für die Dauer der Maßnahmen war es erforderlich, eine Teilsperrung vorzunehmen. Der Verkehr wurde über einen Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Um 11:05 Uhr konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

Die Polizei möchte zu Beginn der Wintersaison alle Verkehrsteilnehmenden auf eine besonnene Fahrweise hinweisen. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit unbedingt den Witterungsverhältnissen an, fahren Sie rechtzeitig los und halten Sie stets den notwendigen Abstand. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sollte Ihr Fahrzeug mit Winter- oder Ganzjahresreifen ausgerüstet sein. Ein Verstoß kann mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro, bei einem Unfall sogar in Höhe von 120 Euro nach sich ziehen.


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