Alexander Baltz

Mit Video: Schauspielerin Barbara Wussow taufte Neubau der DGzRS zur Aus- und Fortbildung

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Neustadt in Holstein. Vom „Traumschiff“ zum Trainingsschiff: Noch in der vergangenen Woche drehte sie in Schweden, am vergangenen Donnerstag taufte sie den Neubau der Seenotretter: Schauspielerin Barbara Wussow wünschte der „Carlo Schneider“, dem brandneuen 22 Meter langen Trainingsschiff der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr.
 
 
27 Jahre nach Eröffnung der Station und 25 Jahre nach Gründung des Seenotretter-Trainingszentrums Neustadt verfügt die DGzRS damit erstmals über ein hochmodernes eigenes Trainingsschiff, welches nach dem Schweizer Carl-Erich August Schneider (1924-2017) benannt wurde. Er hatte die DGzRS zweckgebunden großzügig in seinem Nachlass bedacht. „Damit ist auch er Seenotretter geworden, Spender und Crews sind gleichermaßen wichtig“, sagte Barbara Wussow. „Wir freuen uns über die große Bedeutung, welche die Stadt Neustadt seit dem Bezug ihrer Rettungsstation 1994 für die Seenotrettung bekommen hat“, so Bürgervorsteher Sönke Sela. Die Taufe im Neustädter Stadthafen fand am Rande der Seenotrettungsübung „SAREx Neustadt 2021“ statt (der reporter berichtete).
 
 
Das neue Trainingsschiff ist ein konventioneller Verdränger mit Stahlrumpf zur dezentralen Aus- und Fortbildung in allen Revieren der DGzRS zwischen Borkum und Ueckermünde. Trainiert werden darauf künftig unter anderem Standards wie Sicherheit und Seemannschaft, Längsseitsgehen, Schleppen, Manövrieren, technische Navigation wie Radarausbildung, Kollisions- und Begegnungsfahrten, aber auch die Abbergung Verletzter aus Schiffsinnenräumen. Das 22 Meter lange, sechs Meter breite, 1,60 Meter tiefe und elf Knoten laufende Schiff ermöglicht an Bord auch die technische Aus- und Fortbildung der Seenotretter. Drei Besatzungsmitglieder werden das Trainingsschiff, welches in Derben an der Elbe in Sachsen-Anhalt gebaut wurde, fahren. Acht Trainees beziehungsweise Freiwillige können an Bord untergebracht und auch an entsprechend ausgerüsteten technischen Navigationsplätzen geschult werden. (ab/red)


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