75 Jahre Landfrauen: „Eine hervorragende Konstellation aus Jung und Alt“
75 Jahre Landfrauen
Neustadt/Grömitz. Es war ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte, aber auch ein Zusammentreffen voller Wertschätzung und warmer Worte. Am vergangenen Samstag trafen sich die Neustädter Landfrauen in der Strandhalle in Grömitz, um ihr 75-jähriges Bestehen zu feiern.
Im März 1951 haben sich eine Handvoll Frauen im Hotel Holländersruh in Neustadt zusammengesetzt und die Ortsgruppe ins Leben gerufen. Ein rascher Mitgliederanstieg zeigte schon damals, dass die Gruppe schnell an Beliebtheit gewann. Auch heute ist der Neustädter Ortsverein in seinen Mitgliederzahlen beständig, was laut Claudia Jürgensen, Präsidentin der Landfrauen Schleswig-Holstein, in Zeiten, in denen viele Vereine große Schwierigkeiten mit den Mitgliederzahlen haben, eine starke Leistung sei. Das liege unter anderem am Angebot: „Sie schaffen es, ein abwechslungsreiches Programm für Frauen in allen Berufsgruppen zu erstellen“, lobte sie. Die Landfrauen würden den Blick schärfen für das, was Frauen täglich leisten und tragen. „Sie alle sind Teil einer starken Gesellschaft“, schloss Jürgensen.
Christel von Tiedemann, Vorsitzende des Ortsvereins Neustadt, ergänzte, dass die große Altersdiversität bei den Mitgliedern und im Vorstand ebenfalls zum erfolgreichen Vereinsleben beitrage. Es sei eine hervorragende Konstellation aus Jung und Alt. „Zukunftsorientiertes Handeln ist seit jeher das Bestreben des Vereins“, betonte die Vorsitzende.
Neustadts Erster Stadtrat Dirk Vowe fand ebenfalls lobende Worte und unterstrich die Bedeutung der Landfrauen in der Gesellschaft: „Die Landfrauen repräsentieren engen Zusammenhalt und gelebte Gemeinschaft. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Begegnungen und stärken das Miteinander über Generationen hinweg“, dankte Vowe und wünschte dem Verein, dass er sich diese besondere Verbundenheit bewahren solle.
Die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands, Kathrin Dehn-Schumacher, richtete den Blick noch einmal auf die Ursprünge. Denn vor 75 Jahren waren die Treffen der Frauen eine beliebte Möglichkeit, sich einmal vom Hof zu stehlen, sich auszutauschen und zu netzwerken. Auch der Faktor Bildung spielte bei den Unternehmungen damals wie heute eine wichtige Rolle. Das Angebot gehe weit über das Klischee „Kaffee und Kuchen“ hinaus. „Man geht von unseren Treffen nie dümmer nach Hause, als man hingegangen ist“, so Dehn-Schumacher, die betonte, dass die Landfrauen für wichtige Lobbyarbeit, engagierte Vorstände und Spaß am Feiern stehen.
Spaß hatten die Landfrauen im Verlauf der Jubiläumsveranstaltung ebenfalls, doch auch bei diesem Treffen stand die Bildung im Vordergrund, sodass alle bei einem Vortrag des Sohns der ersten Landfrau und Gründerin viele Impulse mitnehmen und einen geselligen Tag verbringen konnten. (ko)

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