

Schönwalde. Nach fast neun Monaten Sperrung wurde am vergangenen Donnerstag der Rundweg durch den Naturerlebnisraum Pfarrhof Schönwalde wieder freigegeben. Dank einer Förderung durch die BINGO!-Umweltlotterie über 48.000 Euro und der Klara Samariter Stiftung aus Heiligenhafen über 10.000 Euro konnte der größte Teil der Kosten für den Neubau von rund 117 Metern Steglänge durch das Feuchtgebiet aufgebracht werden. Ein Teil der Gesamtkosten wurde als geldwerte Eigenleistung durch die hochmotivierte Zuarbeit von Jugendlichen unter der Betreuung des gemeinnützigen Unternehmens Die Ostholsteiner erbracht. Die jungen Leute wurden von Herbert Schmidt und Frank Weber begleitet und von den Mitarbeitern der ortsansässigen Firma Werner Zimmerei und Holzbau fachlich angeleitet. Insbesondere bei der Demontage, aber auch beim Anbringen der Stegbohlen leisteten sie willkommene Zuarbeit. Begünstigt durch spätsommerliches Wetter wurde die Zusammenarbeit für alle zu einem schönen, für manch einen vielleicht sogar lebensprägenden Gemeinschaftserlebnis.
Auf jeden Fall stellten die drei Arbeitstage auf dem Pfarrhof eine tolle Abwechslung zu den Arbeiten im eigenen Berufsbildungszentrum dar. „Es ist schön zu sehen, dass die jungen Leute an einem realen Projekt an Ort und Stelle mitarbeiten und so auch die Lebenswirklichkeit von Handwerksleuten kennenlernen, um so Motivation für einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstatt zu erlangen“, sagte Herbert Schmidt, Bildungsbegleiter bei den Ostholsteinern. Lukas (18) jedenfalls hat Feuer gefangen, und er durfte noch zwei Tage dranhängen. Er strebt nun einen Praktikumsplatz bei einer Zimmerei an.
Die Projektleitung hatte Arnd Heling vom Freundeskreis Pfarrhof Schönwalde, dem Förderverein des Naturerlebnisraums, inne. Er dankte dem Firmenchef René Werner und seinen Mitarbeitern für die gelungene Kooperation. „Ich glaube, davon haben alle profitiert: nicht allein die Jugendlichen und Betreuer durch die gewonnene Praxiserfahrung, sondern auch die Kirchengemeinde Schönwalde, die die Arbeitsleistung als geldwerte Spende verrechnen konnte, und nicht zuletzt die Auszubildenden der Zimmerei, die viel Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren haben“, so Heling. (red)



