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Ältermannübergabe im Januar bestätigte Einigkeit

Oldenburg in Holstein (eb). Nach guter alter Tradition findet alljährlich zum Jahresbeginn die Ältermannübergabe in der St. Johannis Toten- und Schützengilde Oldenburg von 1192 e.V. statt, zu der stets der zum 1. Ältermann aufrückende Öllst, in diesem Jahr also Carsten Gonsior und Ehefrau Bärbel einladen, beziehungsweise einluden. Einen wunderschönen Rahmen zur Veranstaltung bot aktuell das Restaurant Zweizack im Professor-Struve-Weg auf dem Gelände des Oldenburger Wallmuseums. Die Gastgeberinnen des Hauses, Michaela Rielmann und Mandy Schröder nutzten die rundum gelungene Veranstaltung am 17. Januar auch gleich zum Eintritt in die altehrwürdige Gilde. Nach herzlicher Begrüßung aller geladenen Gäste im Vorraum des Saales durch die drei Öllste Karsten Prokoph, Carsten Gonsior und Karsten Marzian wurden die Sitzplätze nach Anweisung von Major Bernhart Albert eingenommen und der 2. Ältermann, Carsten Gonsior freute sich, gemeinsam mit Ehefrau Bärbel, dass alle Geladenen ihrer Einladung gefolgt waren. Eine besondere Ehrerbietung galt sodann Oldenburgs Majestät Sven Mess, den alle Anwesenden stimmungsvoll hochleben ließen, bevor ein ausgesprochen leckeres Abendessen bei zwanglosen Gesprächen genossen wurde.  Schließlich leitete der 1. Ältermann Karsten Prokoph mit zweimaligem Klopfen des Klopfholzes auf den Vorstandstisch bei geöffneter Lade zum offiziellen Teil der Versammlung über. Dabei galt zunächst ein großer Dank dem einladenden Ehepaar Gonsior und der Tradition folgend scholl auch Bärbel Gonsior erst einmal ein „Hoch soll sie leben…“ entgegen. In Vertretung von Gildeschreiber Hans Musehold übernahm Ehrenmitglied Walfried Denker den Rückblick auf ein erfolgreiches Gildejahr 2025 mit zahlreichen Veranstaltungen und Versammlungen wie das Büchseneinschießen mit Gastgilden auf  Putlos, die Teilnahme am Kulturfest in Oldenburgs Innenstadt oder am „Tag der Offenen Tür“ zum 90-jährigen Bestehen des Truppenübungsplatzes Putlos oder auch das Becherwaschen und die Bierprobe, das Grillen unter der Vogelstange oder auch das Zeltgemeinschaftsschießen sowie als krönendem Ereignis das gelungene Gildefest im Juni. Einen positiven Rückblick auf das Jahr konnte auch Gildebruder und Revisor Rüdiger Guddas zeichnen, der dem Vorstand einen verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzen bescheinigte und ihm für die geleistete Arbeit herzlich dankte. Überaus großer Dank galt auch dem scheidenden 1. Ältermann Karsten Prokoph, der aufgrund Corona nach sechs Amtsjahren von Carsten Gonsior abgelöst wurde. So betonte der neue 1. Öllst den engen Schulterschluss unter den Ältermännern, begleitet von Harmonie und Respekt untereinander und füreinander, womit 2025 allerhand bewegt werden konnte. Als Beispiel nannte Carsten Gonsior hier neben vielen gelungenen Veranstaltungen den mit Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba und Marc Stender vom Bauamt der Stadt Oldenburg ausgehandelten neuen Mietvertrag für das Gildemuseum.

In seiner Antrittsrede zeigte sich Carsten Gonsior tief bewegt und verwies darauf, dass ihm bei seinem Eintritt in die St. Johannis Toten- und Schützengilde Oldenburg von 1192 e.V. im Jahre 1982 niemals in den Sinn gekommen wäre, einmal dieses ehrwürdige Amt übernehmen zu dürfen. Doch ähnlich der Jungfrau, die zum Kinde kam, erwischte es den jungen Gildebruder dann 1986 bei der Pfingstversammlung, als ihm das Amt als Leutnant angetragen wurde. Eine Aufgabe, die nach zehn Jahren Ausübung mit der Abgabe des Säbels bei Major Karl Jubel einen würdigen Abschluss fand und den Weg in die Ämterlaufbahn ebnete, denn bereits 2013 folgte das Amt als Bierschaffer zusammen mit den Gildebrüdern Peter Boldt und Hans-Peter Flindt als Schafferkollegen. Und mit Sprung in die Gegenwart hier die Antwort darauf, was der 1. Ältermann sich wünscht: Es möge alles so weitergehen, wie es in der Vergangenheit gut gegangen ist – eine gute und ehrliche, respektvolle und harmonische Zusammenarbeit mit dem 2. und 3. Öllst, dem Herrn Major, den Kapitänen, den Schaffern, den Adjutanten, den Offizieren, dem Gildeboten, den Gildeschwestern und Gildebrüdern. Und dabei sei nicht zu vergessen, dass wir alle da seien, um sich zusammen nicht nur für die Gilde mit aller Kraft und Engagement einzusetzen, sondern dabei stets auch Spaß zu haben. „Stress haben wir woanders genug, davon brauchen wir in der Gilde nichts“, betonte der 1. Ältermann mit hoffnungsvollem Blick auf das kommende Gildejahr.


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